16.08.2016, 00:00 Uhr

Olympialegende Kurt aus Tullnerbach: Im Viererbob nach Calgary

Das Team und der Bob: Mit seinem Team schaffte es Kurt Teigl auf den sechsten Platz. (Foto: privat)

Olympia, Olympia! Wo steckt in unserem Bezirk der Olympische Geist?

REGION. Die Olympischen Spiele in Rio sind voll im Gange. 71 Sportler versuchen die rot-weiß-rote Fahne in Ehren zu vertreten, darunter sind auch 13 Niederösterreicher. Die Bezirksblätter stellten sich die Frage: Wieviel Olympia steckt eigentlich in unserer Region?

Kälte und Gas geben

Ein wahrer Promi in Sachen Olympia ist der Tullnerbacher Kurt Teigl. Ehemals als Leichtathlet begonnen, sattelte er 1985 auf den Bob um und startete 1988 in Calgary. Mit seinem vierköpfigen Bob-Team, wobei er für das Bremsen zuständig war, erreichte er den sechsten Platz. "Vor dem Rennen war ich nervös wie immer", schwelgt Teigl in Erinnerungen und fährt fort: "Vor 50. oder 60.000 Zuschauern ins Stadion einzumarschieren vergiss' ich nie. Ich weiß noch, es war richtig kalt, -15 Grad." Während dem Rennen selbst habe er an nichts gedacht, außer "Gas!".
War auch der sechste Platz nach dem Motto "dabei sein ist alles" gut, war der ehemalige Polizist allerdings nicht zufrieden, so erzählt er: "Der sechste Rang war uns zu wenig, wir waren darauf aus, mit einer Medaille heim zu kommen." Trotz dieser Enttäuschung kann sich der 55-jährige noch an Lustiges erinnern: "Manchmal wurden die Kufen wegen der Nervösität im Team falsch montiert."

Liebe geht durch den Bob

Für Kurt Teigl gibt es kein Leben mehr ohne Sport, deshalb trainiert er seit 2006 ein bis vier Athleten für Olympia und arbeitet auch als Sportlehrer in der Neuen Mittelschule Purkersdorf. Momentan trainiert er Mercedes Schulte und Alexander Schlintner. Die erst 17-jährige Mercedes Schulte hat bereits bei den olympischen Jugendspielen im norwegischen Lillehammer teilgenommen und Silber gewonnen. "Am Anfang war ich nicht nervös, weil ich zuerst nicht gut war, dann war ich echt gut und nervös", so die Athletin. Mit dabei war auch ihre Mutter die "mehr nervös war als ich, sie hat schon viel früher geschrien."
Doch auch Schulte kann durchaus etwas Lustiges von den Jugendspielen erzählen: "Beim Training hat mein Trainer immer eine Kamera aufgestellt. Als ich vorbei gefahren bin, hat sich plötzlich der Blitz eingeschaltet, ich hab' mich erschreckt." Auch sie kam erst später zum Bobfahren. Die Athletin hat zuvor Karate gemacht, ihr Trainer schlug ihr das Bobfahren vor. Hier lernte sie auch ihren heutigen Freund kennen, der ebenfalls im Bob-Sport tätig ist.

Zur Sache

Bei den Olympischen Spielen 2016 sind auch viele aus der Region dabei. Darunter befindet sich die Kanuntin im Halbfinale Corinna Kuhnle und Musikdirektor Markus Floth. Er ist für die Musik im Stadion verantwortlich und wird bis zum Viertelfinale auch selber als DJ im Einsatz sein.
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