12.10.2017, 15:33 Uhr

Vereinbarung zu Reduktion und Auslaufen der Betreuung minderjähriger Flüchtlinge in Gablitz

Bgm. Michael Cech erzielt am 12. Oktober eine Vereinbarung mit dem Land Niederösterreich zur Flüchtlingsbetreuung in Gablitz

Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) wird stufenweise reduziert
Erster Schritt bereits erfolgt, keine Zuweisungen aus Purkersdorf, erste Reduktion von 45 auf 39
Ab Jänner 2018 weiter keine Zuweisungen und Auslaufen der Betreuung
Auch Gablitzer Flüchtlingsunterbringung wird dem Rückgang der Flüchtlingszahlen angepasst
Großer Dank an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Abg. z. Landtag Martin Michalitsch



Nach der Auflösung der Flüchtlingsunterkunft am Bauhof der Gemeinde mit September 2017 (bisher Unterkunft für 10 Flüchtlinge) konnte Bgm. Michael Cech heute bei einem Gespräch mit dem Leiter der Koordinierungsstelle für UMF des Landes Niederösterreich, Dr. Peter Roszer einen weiteren Schritt vereinbaren.

Bgm. Michael Cech: „Die Anzahl neuer Flüchtlinge, auch die Zahl der unbegleiteten minderjährigen geht deutlich zurück. Gablitz hat mit der Einrichtung im ehemaligen Hotel Hohnecker bisher einen deutlichen Beitrag geleistet und ich kann auch sagen, die Arbeit der Betreuer, insbesondere des Leiters, Herrn Adnan Sehic war – im Gegensatz zu anderen Einrichtungen – sehr positiv. Gablitz kann sich aber nicht vom Rückgang der Flüchtlingszahlen abkoppeln und deshalb ist mir die heute erzielte Vereinbarung so besonders wichtig.“

Bei Bekanntgabe der Schließungspläne per Ende des Jahres für das Heim in Purkersdorf kam es kurzfristig zu Aufregung, wurde auf Facebook doch die Vermutung geäußert, dass Personen aus Purkersdorf nach Gablitz verlegt würden.

Bgm. Cech: „Ich habe sofort Kontakt mit unserer Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und unserem Landtagsabgeordneten Martin Michalitsch aufgenommen. Denn eines kann und darf nicht sein, dass sich andere Gemeinden in Richtung Gablitz entlasten. Beide haben mich sofort unterstützt und mit mir gemeinsam eine Lösung erarbeitet und gefunden.“

Eine Verlegung von Purkersdorf nach Gablitz wurde sofort ausgeschlossen, weitere Zuweisungen nach Gablitz gestoppt. Erster Effekt ist, dass mit heutigem Tag die Zahl der Asylwerber im Hotel Hohnecker nur mehr 39 statt 45 beträgt. Und auch der weitere Vorgang wurde im heutigen Arbeitsgespräch zwischen Dr. Roszer und Bgm. Cech vereinbart.

Ab Jänner 2018 erfolgen keine weiteren Zuweisungen in die Gablitzer Unterkunft. Das bedeutet, dass laufend frei werdende Plätze nicht nachbelegt werden. Die Gablitzer Asylwerber-Unterkunft im Hotel Hohnecker wird sich somit – gemäß den rückläufigen Zahlen – über die kommenden Monate deutlich reduzieren und auflösen.

Bgm. Michael Cech: „Gablitz, vor allem aber viele Freiwillige haben in den vergangenen Monaten großes geleistet. Gemäß dem Trend der rückläufigen Zahlen, vor allem aber auch dem sinnvollen Bestreben des Landes von Großunterkünften weg zu kommen, habe ich heute diese gute Vereinbarung erzielt. Wir setzen niemanden vor die Türe. Wir erreichen aber das absehbare Ende der UMF-Unterkunft in Gablitz mit sofortiger Umsetzung einer weiteren Zuweisung.

Ein großes Danke an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LAbg. Martin Michalitsch, die mich unterstützt haben, die mit mir an einer Lösung gearbeitet haben und die vor allem verstanden haben, dass Gablitz bisher mit großer Anstrengung geholfen hat.“
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