Reportage
Das Abenteuer Afrika

Die diesjährige Reise führte die beiden Außerferner durch Afrika.
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  • Die diesjährige Reise führte die beiden Außerferner durch Afrika.
  • Foto: privat/Buchegger/Lewisch
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LECHASCHAU (rei). Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Herbert Buchegger und Doris Lewisch reisten Zeit ihres Lebens viel, und können sehr viel erzählen.

Mit dem Motorrad unterwegs

"Wir haben schon viel erlebt, diese Reise schlägt aber alles bisherige. Es war unglaublich!", fasst der begeisterte Weltenbummler die Fahrt auf dem Motorrad zusammen. Die beiden Außerferner bereisen die Länder dieser Welt seit fast 20 Jahren ausschließlich mit dem Bike.
Diesmal ging es mit dem Schiff von Triest kommend durch das Mittelmeer nach Haifa in Israel, mit Ziel Afrika.
Schon einmal, 2014, hatte Herbert Buchegger die Transafrika im Visier, musste das Vorhaben aber abbrechen, nachdem er gleich zu Beginn der Reise beschossen wurde.
Diesmal gingen es die Abenteuer anders an und wählten zu Beginn eine andere Route. Doch auch die war nicht "ohne".

Unterstützung vom Botschafter

Im Hafen von Nuweiba wurden die beiden Österreicher zunächst 13 Stunden festgehalten, bei 40 Grad im Schatten. Nach Telefonaten mit dem österreichischen Botschafter in Kairo, wurden von den Behörden aber schließlich ein ägyptisches Kennzeichen und alle erforderlichen Dokumente ausgestellt. Damit fing die Reise richtig an. Und doch auch nicht. Im Sinai galt es, auf Polizeibegleitung zu warten, da den Behörden die Terrorgefahr zu groß erschien.
Die Besichtigung der Pyramiden gelang am Ende trotzdem, immer im Schutz einer Polizeieskorte, die über hunderte Kilometer nicht von der Seite des Paares wich.
Nach vier Tagen, teilweise durch Sandstürme kämpfend, wurde Luxor erreicht. Unterwegs waren Herbert Buchegger und Doris Lewisch wie immer mit einer Harley Davidson. Ein äußerst verlässliches Gerät, wie Buchegger über die Jahrzehnte feststellen konnte. Entsprechend groß ist das Vertrauen in die Maschine.
Der nächste Abschnitt war für das Motorrad weniger schwierig, mit einer Feluka, einem ägyptischen Segelschiff, wurde der Nil flussaufwärts befahren. Das Verladen der Harley auf das Boot war hingegen eine riesengroße Herausforderung, nur dank der Hilfe Freiwilliger zu bewältigen. Ein Motorrad auf dem Nil gefiehl dann wiederum den Behörden nicht, es erging der Auftrag, die Harley zu beschlagnahmen, "doch wir konnten entwischen!"

Heiße 50 Grad im Sudan

Schließlich war der Sudan erreicht und mit diesem Temperaturen von um die 50 Grad im Schatten. Benzin zu bekommen war schwierig, und fast nur am Schwarzmarkt möglich. Gute Straßen wechselten mit knietiefen Löchern.
Nach zwei weiteren Tagesetappen in der extremen Gluthitze wurde Karthoum, die Hauptstadt des Sudan, angefahren. Von hier ging es nach Südosten in Richtung Äthiopien. Eine echte Erholung: "Durch die Höhenlage Äthiopiens hatten wir endlich kühlere Temperaturen."
Die Erholung betraf aber nur die klimatischen Bedingungen, die Straßen waren eine Katastrophe. "Der österreichische Botschafter hatte uns vor den schlechten Straßen gewarnt. Doch mit badewannengroßen Löchern hatten wir nicht gerechnet," berichtet Bucheregger.

Gefährlicher Tankstopp

Das Treibstoffproblem erwies sich als steter Begleiter, und gipfelte in Handgreiflichkeiten. Danach ging es etwas ruhiger zu. Kenia, Tansania, Sambia - Afrika zeigte sich von unterschiedlichen Seiten. Absolutes Highlight auf diesem Reiseabschnitt waren die Victoriafälle in Livingstone. Mit der Fähre ging es in der Folge über den Sambesi River, und dann mitten durch die Tierwelt Botswanas.

Von einem Elefanten gejagt

Es folgte ein außergewöhnliches Erlebnis: "Als ich 10 Meter neben einem riesigen Elefantenbullen stoppte, startete der plötzlich einen Angriff!" Das Anlassen des schweren Motorrades dürfte den Bullen dann erschrocken haben, und so gelang den beiden die Flucht in den Busch.
Schließlich war Südafrika erreicht, und damit niedrige Temperaturen. In Südafrika herrschte zum Reisezeitpunkt Winter. Das Thermometer war auf 10 Grad gesunken, und auch die noch offene Reisestrecke reduzierte sich fortlaufend. Am Ende standen noch Runden durch Kapstadt und zum Cap of Good Hope auf der To-Do-Liste, ehe die beiden die Heimreise antraten.

Die Reise geht weiter

Die nächsten Pläne sind bereits geschmiedet: Das Bike steht derzeit in einem Container in Kapstadt. 2020 wird das Abenteuer mit der Fahrt durch Südafrika, Mosambik und Namibia vollendet. "Dann tritt auch unser Bike die Heimreise mit dem Schiff nach Europa an."

Autor:

Günther Reichel aus Reutte

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