E-Mobilität im Bezirk Reutte
Wo kann man eigentlich Strom tanken?

Die Zahl der elektrisch betriebenen Autos nimmt zu. Die Anzahl der öffentlichen Zapfsäulen ist noch überschaubar, aber es werden mehr.
  • Die Zahl der elektrisch betriebenen Autos nimmt zu. Die Anzahl der öffentlichen Zapfsäulen ist noch überschaubar, aber es werden mehr.
  • Foto: EWR/Rolf Marke
  • hochgeladen von Günther Reichel

Der Umstieg von benzin- bzw. dieselbetriebenen Autos auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb geht langsam vorwärts, allmählich nimmt das Thema aber doch Fahrt auf. Bleibt die Frage, wo kann man eigentlich "tanken"?

AUSSERFERN. Wer ein Auto hat, das mit Benzin oder Diesel fährt, hat es einfach: Die Reichweiten sind je nach Modell zwar unterschiedlich groß, insgesamt aber sehr pasabel, zumal das Tankstellennetz sehr gut ausgebaut ist. So lassen sich auch weite Fahrten, etwa in den Urlaub, ohne große Vorplanung - was die Treibstoffversorgung anlangt - bewerkstelligen.

Zahl der Elektroautos wird größer

Doch immer öfter steht auf den Autos ein "E" oder ein vergleichbarer Hinweis, dass unter dem Blechkleid ein Elektromotor für Vortrieb sorgt. Auch wenn sich diesbezüglich in den vergangenen Jahren einiges getan hat, an den Versorgungsstand, wie wir ihn aus dem Bereich der Verbrennungsmotoren kennen, kommt das Tankstellennetz für die E-Mobilität nicht heran.

Können Sie sich den Umstieg auf ein Elektroauto vorstellen?

EWR bieten 12 Elektrosäulen an

Die Elektrizitätswerke Reutte sind der größte Stromversorger im Bezirk Reutte. Das Hauptaugenmerk liegt bei der Stromversorgung von Haushalten und Betrieben. Aber man betreibt auch "Elektro-Tankstellen". Derzeit sind es zwölf Säulen, die von den EW-Reutte bereitgestellt werden. "Wir sind dran", sagt Draspong Suwankoson, der sich innerhalb der EWR für das Thema zuständig ist, was den weiteren Ausbau an Elektrosäulen anlangt.

Strom tanken geht auch daheim

Einer der großen Unterschiede bei der "Betankung" zwischen Verbrennungsmotoren und Elektromotoren liegt darin, dass Benzin und Diesel - sieht man von firmeneigenen Abgabestellen ab - nur an öffentlichen Tankstellen bezogen werden können, während Besitzer von Elektroautos zunehmend Ladestationen beim eigenen Haus oder etwa beim privaten Tiefgaragenstellplatz schaffen.
Heimkommen, anstecken und am nächsten Tag weiterfahren - für viele Besitzer von Elektroautos ist das heute schon normal. Auch Unternehmen bieten zunehmend eigene Ladestationen für Mitarbeiter und Kunden an. Die Regel ist aber all das noch nicht.

Das Interesse wird größer

"Wir sehen aber, dass sich zunehmend Hoteliers und Gastronome bei uns melden und Interesse an Ladestationen für die Gäste haben", berichtet Draspong Suwankoson. Auch Private wollen sich immer öfter eigene "E-Tankstelle" intallieren lassen, erzählt Suwankoson.

Gute Erfahrungen im Styrolerhof

Einer, der schon seit Dezember 2016 eine Elektrotankstelle anbietet, ist Robert Neuhold vom Styrolerhof im Steeger Ortsteil Walchen. Bei der Inbetriebnahme seiner Station war Neuhold ein Vorreiter im Tal (einen Bericht dazu finden Sie hier).
Heute gibt es weitere Ladestationen in der Region, jene beim Styrolerhof ist als Besonderheit als offizielle Tesla-Station gelistet. Drei Anschlusstellen sind vorhanden, zwei speziell für die Fahrzeuge von Tesla, eine weitere für alle übrigen Elektroautos.
Robert Neuhold sieht die Möglichkeit, dass man bei seinem Hotel auch Strom "tanken" kann, als Zusatzangebot, dessen Bedeutung allmählich wächst. Er kann aus Erfahrung sagen, dass er im Bereich der Vermietung  vom Angebot profitiert: "Es gibt Gäste, die bei uns buchen, weil wir diese Elektrotankestelle haben."

Anfragen erfolgen zumeist auf direktem Weg

Im "großen Stil" wird von Urlauberseite bislang aber wohl noch nicht nachgefragt, wo es Elektrozapfsäulen gibt. Michael Keller spürt bislang jedenfalls keinen "Nachfrageboom". Wenn es einen solchen gibt, dann würden die Anfragen wohl eher direkt an die Hotels bzw. Gasthäuser gerichtet, glaubt der Geschäfstsführer des Tourismusverbandes Tannheimer Tal. Entsprechendes Kartenmaterial hilft natürlich ebenfalls bei der Suche nach Stromtankstellen weiter.

Laden bei der Tankstelle

Sehr oft angefahren werden natürlich jene Ladestationen, die sich bei den "normalen" Tankstellen befinden. Das entsprechende Angebot wird fortlaufend ausgebaut.

Private Ladestationen sind gefragt

Zurück in den privaten Bereich. Hier werden Ladeboxen zunehmend nachgefragt. "Prinzipiell kann man diese bei jedem Haus installieren", erklärt Draspong Suwankoson. Theoretisch kann man sein Elektroauto auch an die Haushaltssteckdose anschließen, nur dauert eine Ladung dann derart lange, dass diese Möglichkeit nicht wirklich empfehlenswert ist.

Ohne Überprüfung geht es nicht

Eine private Ladebox ist sicher die bessere Wahl. Ein Techniker prüft vor der Intallation was möglich ist. Entspricht die Hausinstallation heutigen Standards, ist der Arbeits- und Kostenaufwand "überschaubar".
Wenn man dann die eigene E-Ladestation mit der eigenen Photovoltaikanlage am Dach kombiniert, ist man sicher auf einem zeitgemäßen Weg unterwegs.
Komplizierter - und ziemlich sicher auch teurer - wird die Sache, wenn die Elektroinstallation von Haus aus überaltet oder gar zu schwach ausgelegt ist. Dann hat man aber ohnehin Handlungsbedarf.

Beratung beim Fahrzeugkauf ist wichtig

Ob sich der Umstieg vom Diesel oder Benziner auf ein Elektroauto, oder alternativ auf ein Hybridfahrzeug (in der Regel ein Benziner und zusätzlichem Elektroantrieb) für einen selbst lohnt, ist eine ganz andere Frage. Diese klärt man am besten mit einem Fachhändler.

Weitere Informationen aus dem Bezirk Reutte finden Sie unter
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