Die Grünen starten Bürgerbefragung zu Bahntunnel

v.l.: Gebi Mair, Regina Karlen, Walter Bachlechner, Barbara Brejla und Waltraud Heinrich bei der Präsentation des Wahlprogramms in Reutte.
2Bilder
  • v.l.: Gebi Mair, Regina Karlen, Walter Bachlechner, Barbara Brejla und Waltraud Heinrich bei der Präsentation des Wahlprogramms in Reutte.
  • hochgeladen von Evelyn Hartman

REUTTE (eha). Ein wahres Feuerwerk an inhaltlichen Forderungen und Anliegen für die TirolerInnen haben die Grünen im Außerfern, angeführt von Regina Karlen und Klubobmann Gebi Mair am Donnerstag, den 8. Februar bei einer Pressekonferenz in Reutte präsentiert. Das Wahlprogramm umfasst nicht weniger als 436 Punkte. Der Fokus liegt dabei auf der Umweltpolitik. Mit „Umweltfighter“, „Transit halbieren“ und „Tirol nicht zubetonieren“ setzen die Grünen auf bodenständige und leidenschaftliche Botschaften.

100 Millionen für Nichts
In den Mittelpunkt rückte die Außerferner Spitzenkandidatin Regina Karlen, das Thema "Transitverkehr über den Fernpass". Der von Günther Platter angekündigte Scheiteltunnel ruft bei ihr wahre Albträume hervor. „Wer den Fernpass begradigt, zieht den Schwerverkehr automatisch an“, warnt Karlen daher. „Die Hauptgefahr“, so Karlen, „ist, dass im Zuge der geplanten Tunnelprojekte das sektionale Fahrverbot für LKW über 7,5t auf der Fernpass-Bundesstraße fallen könnte. Der Trend im Fernlastverkehr zeigt steil nach oben – wenn das Fahrverbot für LKW über 7,5t fällt, dann verdreifacht sich der Fernlastverkehr über den Fernpass“, so Karlen. Die Grünen sprechen sich daher entschieden gegen die Ausbaupläne am Fernpass bzw. im Bereich Tschirgant und entlang der Zulaufstrecken aus.

Bürgerbefragung zu Bahntunnel
Das Ziel ist deshalb, neben derzeit angestellten Machbarkeitsstudien für alternative Bahnprojekte, die Einbeziehung der Bevölkerung in dieser Angelegenheit. Das soll im Bezirk Reutte durch eine Befragung der Bevölkerung in den nächsten Wochen geschehen. Gegenstand der Befragung sind vorgeschlagene Bahntunnel, etwa durch das Lechtal.

Nicht die Zukunft "verbauen"
Weiters sehen die Grünen beim Bodenverbrauch in Tirol großen Handlungsbedarf, so Gebi Mair. Das brachiale Zubetonieren müsse ein Ende haben. Die Naherholungsgebiete für die TirolerInnen müssten erhalten bleiben. Eine Offensive wollen die Grünen auch beim Wohnen starten. „Das Leben in Tirol ist zu teuer. Das muss sich ändern. Mit dem günstigen Öffi-Ticket für alle haben wir die erste Station erreicht. Der nächste Halt muss lauten: Leistbares Wohnen“, so Mair abschließend.

v.l.: Gebi Mair, Regina Karlen, Walter Bachlechner, Barbara Brejla und Waltraud Heinrich bei der Präsentation des Wahlprogramms in Reutte.
Barbara Brejla und Regina Karlen könnten sich eine Bahnstrecke vom Lechtal ins Inntal gut vorstellen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen