Sandra Geßl aus Kirchdorf
"Es ist so einfach, ein Menschenleben zu retten!"

Sandra Geßl rettete mit einer Knochenmarkspende ein Leben.
  • Sandra Geßl rettete mit einer Knochenmarkspende ein Leben.
  • Foto: Geßl
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

KIRCHDORF. Fast genau ein Jahr nach ihrer Registrierung zur Stammzellspenderin wurde Sandra Geßl aus Kirchdorf informiert, dass eine passende Empfängerin gefunden wurde und dass die Spende über das Knochenmark durchgeführt werden müsse. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit entschloss sich die junge Kirchdorferin für die Spende. "Wenn man schon die Möglichkeit hat, ein Menschenleben zu retten, dann sollte man diese Gelegenheit auch nutzen", So Geßl.


Alles ging sehr schnell

Nach ihrer Entscheidung erhielt Sandra Geßl ausführliche Informationen und einen Termin für die Voruntersuchung und die Spende. Da es eine sehr dringende Spende war, ging alles sehr schnell. "Als der Tag der Voruntersuchung war, fuhr ich ins AKH nach Wien, wo verschiedenste Untersuchungen durchgeführt wurden. Blutabnahme, EKG, Thoraxröntgen und Preanesthesiegespräch – alles ging aber sehr rasch und nach drei Stunden konnte ich wieder meine Heimreise antreten", berichtet Geßl. Ein paar Tage später bekam sie dann Bescheid, dass alles in Ordnung ist und die Spende durchgeführt werden kann. Per E-Mail wurden noch ein paar Dinge abgeklärt, bis sie dann am Abend vor der Spende wieder nach Wien ins AKH musste, wo die Knochenmarkentnahme durchgeführt wurde. "Zuerst noch eine kurze Blutentnahme zur Aufnahme und dann durfte ich in mein Zimmer, wo ich sehr positiv überrascht wurde: ein Einzelzimmer im 21. Stock mit Blick über Wien", so Geßl.

Knochenmark aus dem Beckenkamm

Am nächsten Morgen ging es los. "Etwas nervös war ich schon. Um 8.20 Uhr wurde ich in den OP gebracht, wo mich die Ärztin, die mich schon zuvor betreut hatte, erwartete. Das gesamte Team war sehr herzlich und ich wurde sehr gut betreut. Nachdem mir unter Vollnarkose Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen wurde, verbrachte ich noch kurze Zeit im Aufwachraum und kam anschließend auf mein Zimmer. Die Schmerzen waren sehr gering, fühlte sich eher an wie ein Muskelkater", erzählt Geßl. Nun Folgen in regelmäßige Abstände Blutbildkontrollen und das wars dann auch schon wieder. "Für mich ist es ein Wahnsinn, mit so wenig Aufwand ein Menschenleben retten zu können. Wenn ich könnte, würde ich sofort wieder spenden. Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Menschen dazu motivieren lassen, sich für eine Stammzellspende  registrieren zu lassen", so Geßl.


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