Politiker begrüßen Reform rund um KIP-Mittel
"Weniger Papierkram, mehr Entscheidungsspielraum"

Geiersbergs Bürgermeister Fritz Hosner ist Bezirksvorsitzender des sozialdemokratischen GemeindevertreterInnenverbandes. | Foto: SPÖ
3Bilder
  • Geiersbergs Bürgermeister Fritz Hosner ist Bezirksvorsitzender des sozialdemokratischen GemeindevertreterInnenverbandes.
  • Foto: SPÖ
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit dem Österreichischen Städtebund und dem Österreichischen Gemeindebund eine Verwaltungsreform beschlossen: Die bisherigen Zweckzuschüsse aus den Kommunalinvestitionsprogrammen (KIP) werden ab sofort  als direkte Finanzzuweisungen über die Ertragsanteile an die Gemeinden ausbezahlt – und das ohne verpflichtende Kofinanzierung. Politiker aus dem Bezirk Ried begrüßen das.

BEZIRK RIED. Mit dieser Reform wird der Zugang zu Investitionsmitteln für Gemeinden wesentlich einfacher, schneller und flexibler. Finanzminister Markus Marterbauer zeigt mit dieser Reform endlich ein Gespür für die Anliegen der Gemeinden", so Geiersbergs Bürgermeister Fritz Hosner (SPÖ), Bezirksvorsitzender des Sozialdemokratischen GemeindevertreterInnenverbandes. Nachsatz: „Das ist ein großer Schritt in Richtung Entbürokratisierung. Die Gemeinden wissen am besten, wo investiert werden muss – und genau diese Eigenverantwortung wird jetzt gestärkt. Mit weniger Papierkram und mehr Entscheidungsspielraum können wir unsere Regionen noch zielgerichteter weiterentwickeln. Bürgermeisterin Petra Mies (SPÖ) aus Gurten ergänzt: „Dass die Mittel künftig ohne Antrag und ohne Kofinanzierung direkt überwiesen werden, spart wertvolle Ressourcen in der Verwaltung und hilft uns, schneller ins Tun zu kommen. Jetzt ist aber auch das Land Oberösterreich gefordert: Die KIP-Mittel dürfen nicht dazu führen, dass bestehende Landesbeiträge gekürzt werden. Das wäre ein falsches Signal an die Gemeinden.“

Petra Mies, Bürgermeisterin aus Gurten.  | Foto: SPÖ

"Ende eines Hürdenlaufes"

Auch Nationalratsabgeordneter Manfred Hofinger, Bürgermeister von Lambrechten, betont, wie dringend die Gemeinden diese Gelder benötigen: "Mehrere aufeinanderfolgende Krisenjahre haben tiefe Spuren in den Gemeindebudgets hinterlassen. Die Ausgaben steigen seit Jahren deutlich stärker als die Einnahmen – vor allem im Personalbereich sowie bei den Beiträgen zu Krankenanstalten und Sozialhilfeverbänden", so Hofinger. Mit dieser Reform werde nun der "bürokratische Hürdenlauf beendet. "Insgesamt werden in den kommenden Jahren 880 Millionen Euro verteilt – flexibel einsetzbar für Projekte direkt vor Ort. Mit der Verteilung der Beträge über vier Jahre schaffen wir außerdem Planungssicherheit für unsere Kommunen“, so Hofinger. Er macht aber auch deutlich: "Langfristig braucht es strukturelle Lösungen. Eine Neuverteilung der Aufgaben im Rahmen des Finanzausgleichs sowie eine stärkere gesamtwirtschaftliche Dynamik sind unerlässlich." Weiters sieht der Gemeindesprecher großes Potenzial in verstärkter zwischenkommunaler Zusammenarbeit: „Gemeinsame Lösungen, etwa in der Lohnverrechnung oder Buchhaltung, können den Verwaltungsaufwand reduzieren und gleichzeitig Kosten sparen – ohne Einbußen für die Bürgerinnen und Bürger.“

Manfred Hofinger, Abgeordneter zum Nationalrat und Bürgermeister von Lambrechten. | Foto: Parlamentsdirektion/Johannes Zinner
  • Manfred Hofinger, Abgeordneter zum Nationalrat und Bürgermeister von Lambrechten.
  • Foto: Parlamentsdirektion/Johannes Zinner
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

Zusammengefasst

  • Die Mittel aus den KIP-Programmen 2020, 2023 und 2025 sowie aus dem Zweckzuschuss „Digitaler Wandel“ werden künftig antragslos und ohne verpflichtende Kofinanzierung ausbezahlt.
  • Für den Bezirk Ried bedeutet das eine direkte Unterstützung in Höhe von 3.010.400 Euro aus dem OÖ Paket 2025 und 4.085.826 Euro aus dem KIG 2025–2028. Gemeinsam mit dem KIG 2023 ergibt das eine Gesamtsumme von 9.835.333 Euro an Investitionsmitteln für die Gemeinden des Bezirks Ried
  • Gemeinden entscheiden selbstständig, wofür die Gelder verwendet werden.
  • Eine Abrechnung gegenüber dem Bund entfällt – es genügt eine Berichterstattung im Gemeinderat.
  • Die Buchhaltungsagentur des Bundes (BHAG) ist nicht mehr involviert. Die Mittelhöhe für jede Gemeinde bleibt unverändert.
  • Die gesetzliche Grundlage für die Umstellung ist Teil des Budgetbegleitgesetzes 2025, das dem Nationalrat zur Beschlussfassung vorgelegt wurde. Nach Annahme wird das Bundesministerium für Finanzen die Gemeinden über die konkreten Überweisungsbeträge und Termine informieren. 
Geiersbergs Bürgermeister Fritz Hosner ist Bezirksvorsitzender des sozialdemokratischen GemeindevertreterInnenverbandes. | Foto: SPÖ
Petra Mies, Bürgermeisterin aus Gurten.  | Foto: SPÖ
Manfred Hofinger, Abgeordneter zum Nationalrat und Bürgermeister von Lambrechten. | Foto: Parlamentsdirektion/Johannes Zinner
Anzeige

Verblüffend nachhaltig
Glasfaser – Die leise Evolution der digitalen Infrastruktur

Die digitale Welt wächst rasant – und mit ihr der Bedarf an leistungsfähigen, zukunftssicheren Netzen. Glasfaser steht dabei im Zentrum dieser Entwicklung. Energieeffizient und schnellSie gilt als eine der energieeffizientesten Technologien für die Datenübertragung. Während kupferbasierte Netze elektrische Signale nutzen, transportiert Glasfaser Daten als Licht – verlustarm und über große Distanzen. Studien zeigen, dass im Betrieb oft weniger Energie pro übertragenem Datenvolumen erforderlich...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

UP TO DATE BLEIBEN

Aktuelle Nachrichten aus Ried auf MeinBezirk.at/Ried

Neuigkeiten aus Ried als Push-Nachricht direkt aufs Handy

MeinBezirk Ried auf Facebook: MeinBezirk Ried

ePaper jetzt gleich digital durchblättern

Veranstaltungs-Tipps, Partyfotos und coole Gewinnspiele im wöchentlichen MeinBezirk.at-Newsletter


Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.