Julia Schickbauer ist Goalie bei den Innviertel Penguins
"Es ist cool, ein Teil dieses Teams zu sein!"

Julia Schickbauer, bereits für das Eis.
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RIED. Julia Schickbauer, Jusstudentin aus Braunau, steht im Tor der zweiten Kampfmannschaft der Innviertel Penguins seit kurzem ihren Mann. Nach sieben Trainings hat sie bereits ihr erstes Match absolvieret und brennt für ihr Hobby. Ihr Ziel: das Tor der ersten Kampfmannschaft des Vereins zu hüten.

Wie sind Sie ins Tor der Innviertel Penguins gekommen?
Schickbauer: Ich habe vor zwei Jahren als Feldspielerin in der zweiten Mannschaft angefangen. Wir spielen in der dritten Oberösterreichischen Liwest Liga AHL. Das steht für Amateur Hockey Liga. Wir haben unsere Saison mit dem Spiel am 13. Februar bereits abgeschlossen und konnten Platz drei belegen. Bevor ich zu spielen begonnen habe, engagierte ich mich schon sehr für den Verein, da mein Bruder Oliver schon lange in der ersten Kampfmannschaft spielt. Ich habe auch die Punkterichterausbildung absolviert und Organisatorisches sowie die Spielberichte erledigt. Da mich dieser Sport so begeistert hat, wollte ich dann selber aufs Eis.

Als Frau ist man in diesem Sport eher eine Seltenheit, oder?

Ja, schon. Obwohl es im Grunde egal ist. Vielleicht wissen viele Frauen gar nicht, dass sie bei uns mitspielen können. Wenn eine Frau am Feld ist, sind bei einem Match Bodychecks verboten. Da halten sich auch alle dran. Bei uns im Verein gibt es noch ein zweites Mädchen. Sie spielt im Nachwuchs und ist voll motiviert. Die Regelungen für Frauen im Eishockeysport sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ich darf in Oberösterreich nach den Bestimmungen des internationalen Eishockeyverbands und dem Regelwerk des Landesverbandes OÖ als Torfrau sogar in der ersten Kampfmannschaft spielen. Um dieses Ziel zu erreichen, trainiere ich fleißig.

Konnten Sie vorher schon gut eislaufen?
Nein, fast gar nicht. Das ist auch nicht unbedingt Voraussetzung. Bei uns ist jeder herzlich willkommen, egal wie alt, wie dick oder dünn, wie groß und wie sportlich. Trainieren darf man ab vier Jahren, unser ältestes Mitglied ist 69! Jeder findet seinen Platz, das ist auch das Coole. Wer einmal bei einem Training schnuppern möchte, den heißen wir herzlich willkommen. Wir trainieren in Ried immer donnerstags ab 19.30 Uhr. Vorher ist der Nachwuchs dran. Interessierte können sich auch bei unserem Obmann Mario Wimmer unter 0676/4487389 melden!

Sie haben im Feld begonnen, sind jetzt im Tor. Wie kam's?
Ich bin als Feldspieler mit dem schnellen Tempo nicht so gut zurecht gekommen. Ich wollte aber nicht aufgeben. Da bei den Goalies oft Mangel herrscht, habe ich mir gedacht, das probiere ich aus. Und es war die richtige Entscheidung. Ich habe erst sieben Trainings absolviert, durfte aber trotzdem schon bei einem Match im Tor sein. Beim Spiel haben mir die Jungs von der Verteidigungslinie super ausgeholfen. Generell wurde ich sehr herzlich aufgenommen. Es ist so ein tolles Gefühl, Teil dieses Teams zu sein. Wir sind wirklich eine ziemlich coole Truppe!

Wie lange brauchen Sie, um die gesamte Ausrüstung anzuziehen?
Das dauert bei mir noch immer 20 Minuten, obwohl ich mich schon so beeile (lacht). Aber ich muss ja auch viel anziehen, und zwar alles nach einem System. Meine Ausrüstung wiegt ohne Goalieschuhe acht Kilo. Es gibt Knieschoner, die sind ganz, ganz wichtig. Dann die Hose, die Schienen und die Schlittschuhe, den Brustpanzer, den Stockhand-  und den Fanghand-Handschuh, Helm, Schläger, Trikot, Halskrause und Tiefschutz. 

Wie oft trainiert ihr?
Zweimal in der Woche, einmal in Ried und einmal in Vöcklabruck. Da ich ja in Braunau wohne, ist das schon halbwegs ein Aufwand. Auch unsere Spiele sind immer ein Stück entfernt. Aber da mir dieser Sport so viel Spaß macht, nehme ich das gerne in Kauf.

Information:
Die Innviertel Penguins sind auch bei der Sport & Fun von 8. bis 10. März in der Eishalle anzutreffen.

Julia Schickbauer, bereits für das Eis.
Mit einem "Butterfly" versucht Julia Schickbauer, den Puck nicht ins Tor zu lassen. Links ist die Fanghand, rechts die Stockhand,

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