Rudolfsheimerin verzweifelt
Schönster Balkon Wiens kämpft mit Taubenplage
- Tauben wohnen in einem leerstehenden Gebäude gegenüber. Navratils Balkon wird von den Tauben heimgesucht und verdreckt.
- Foto: Navratil
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Eigentlich sollte der Balkon von Gertrude Navratil ein Ort der Ruhe und Freude sein. Die Rudolfsheimerin wurde 2023 sogar für den „schönsten Balkon der Stadt“ ausgezeichnet. Doch statt blühender Pflanzen und gemütlicher Stunden prägen derzeit Taubenkot und tägliche Verschmutzungen das Bild. Die Bewohnerin wandte sich deshalb mit einem Hilferuf an MeinBezirk.
WIEN/RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Seit Jahren sorgt eine Baustelle in der Pillergasse für Diskussionen unter Anrainerinnen und Anrainern. Jetzt scheint sich die Situation zugespitzt zu haben: Zahlreiche Tauben hätten das Gebäude, genauer gesagt das unfertige Dach, als Nist- und Aufenthaltsort entdeckt und würden inzwischen die umliegenden Balkone massiv verschmutzen.
„Mein Eckbalkon ist täglich ab etwa sechs Uhr früh Ziel von unzähligen Tauben“, schildert Gertrude Navratil ihre Situation gegenüber MeinBezirk. Besonders bitter für sie: Ausgerechnet jener Balkon, der vor wenigen Jahren noch für seine liebevolle Gestaltung ausgezeichnet wurde, sei mittlerweile kaum noch nutzbar. „Petersilie und Schnittlauch sind unbrauchbar“, berichtet sie enttäuscht.
- Gerti Navratil wurde für ihren blühenden Balkon ausgezeichnet.
- Foto: Patricia Hillinger
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Die Rudolfsheimerin vermutet den Ursprung des Problems in der Pillergasse 13. „Bei der Baustelle geht nichts weiter. Das Dach ist nach wie vor offen und wurde zum Taubenschlag“, erzählt Navratil. Die Tiere hätten dort offenbar ideale Bedingungen gefunden und würden regelmäßig auf die umliegenden Wohnhäuser ausweichen.
Balkone sind voller Taubenkot
Fotos, die der Redaktion vorliegen, zeigen stark verschmutzte Balkonbereiche, Geländer und Blumenkästen. Besonders für Bewohnerinnen und Bewohner, die ihre Balkone als kleinen Rückzugsort nutzen möchten, sei die Situation belastend.
MeinBezirk kontaktierte daraufhin sowohl die MA 49 – Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb als auch die Eigentümerfirma "Aurum Estate" und bat um Stellungnahme. Unter anderem ging es dabei um die Fragen, ob das Problem bereits bekannt sei und welche Maßnahmen gegen das verstärkte Taubenaufkommen geplant seien. Rückmeldungen langten noch nicht ein.
Auch die Bezirksvorstehung Rudolfsheim-Fünfhaus wurde verständigt und reagierte rasch. Pressesprecher Maurizio Giorgi bestätigte, dass auch ihrerseits sowohl die MA 49 als auch Aurum Estate bereits kontaktiert wurden. „Dass bei der Baustelle seit längerem nichts weitergeht, ist uns bekannt“, so Giorgi.
Bezirksvorstehung interagiert
Nach Angaben der Bezirksvorstehung soll sich die MA 49 demnächst die Situation vor Ort genauer ansehen und gemeinsam mit dem Gebäudeeigentümer Lösungen erarbeiten. Ziel sei es, zu verhindern, dass sich die Tiere dauerhaft im Baustellenbereich einnisten können. Dabei sollen auch tierschutzgerechte Maßnahmen geprüft werden.
- Navratils Balkon leidet unter der Taubeninvasion.
- Foto: Navratil
- hochgeladen von Patricia Hillinger
„Natürlich möchte man den betroffenen Anrainerinnen und Anrainern helfen“, betont Giorgi. Die Bezirksvorstehung wolle MeinBezirk über weitere Schritte und mögliche Maßnahmen auf dem Laufenden halten.
Für Gertrude Navratil bleibt die Hoffnung, ihren Balkon bald wieder so nutzen zu können wie früher. Denn der einstige Vorzeigebalkon soll nicht länger Symbol für eine Taubenplage sein, sondern wieder ein Ort der Freude werden.
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