"Es soll ein Theaterstück für die ganze Familie sein"

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SALZBURG (lg). Wer kennt ihn nicht, den Roman von Erich Kästner rund um die Zwillinge, die nichts voneinander wissen und sich in den Sommerferien zufällig im Sommercamp gegenüberstehen. Am Salzburger Landestheater hat Regisseur Kurt Schrepfer das Stück, das am siebten November seine Premiere feiert, für die Theaterbühne adaptiert. Im Stadtblatt-Interview spricht Regisseur Kurt Schrepfer über den Literatur-Klassiker, seine Liebe zur Regie und Choreografie und warum er auch selbst gerne auf der Bühne steht.

Die Geschichte vom "Doppelten Lottchen" rund um die Themen Scheidung und Trennung der Eltern ist heute aktueller denn je. Wie haben Sie als Regisseur diese "alte" Geschichte "neu" verpackt?
KURT SCHREPFER:
Ich habe mehr eine Dramatisierung des Romans von Erich Kästner gemacht und nicht eine Neuinterpretation, die sich des Romans nur als flüchtige Grundlage bedient. Denn ich glaube, ich bin es Herrn Kästner und allen Lesern von Erich Kästner schuldig, dass wenn Erich Kästner drauf steht, auch Erich Kästner drin ist.
Die Musik auf der Bühne beinhaltet Swing-Klassiker aus den 1950er Jahren. Sie haben auch einige Texte umgeschrieben - wie sind Sie da vorgegangen?
KURT SCHREPFER:
Ich habe drei Lieder adaptiert und drei Lieder komplett neu getextet. Bei den neuen Texten bin ich von der Situation ausgegangen und habe versucht, Dialoge in Versform zu kreieren, die dadurch auch die Geschichte weiterführen.

Was erwartet die Besucher des Stücks?
KURT SCHREPFER:
Die Figuren von Erich Kästner sind immer echte Menschen mit echten Problemen, und nicht Hexen oder Wölfe wie bei den Gebrüdern Grimm. Ich denke es ist ein Theaterstück für die ganze Familie und hoffe, dass jede Generation etwas anderes mit nach Hause nimmt. Ich bin der festen Überzeugung, dass das größte Vergnügen darin liegt, wenn die Großeltern mit den Eltern und den Kindern ein spannendes gemeinsames Theatererlebnis haben.

Sie sind selbst in zahlreichen Musicals auf der Bühne gestanden - welche Rolle ist Ihnen lieber: die auf der Bühne oder ziehen Sie lieber hinter der Bühne die Fäden?
KURT SCHREPFER:
Ich würde sagen, dass es sich ziemlich die Waage hält. Ich inszeniere und choreographiere unglaublich gerne, aber ich stehe auch immer noch mit großer Freude selbst auf der Bühne.

Gibt es ein Musical, bei dem Sie selbst auf der Bühne mitgewirkt haben, das Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist?
KURT SCHREPFER:
Es war sicher etwas Besonderes bei der Uraufführung von „Elisabeth“ dabei zu sein. Jedoch als Darsteller waren natürlich Zaza aus „La Cage aux Folles“ oder Mr. Ténardier aus „Les Miserables“ Höhepunkte in meiner Karriere.

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