30.05.2017, 08:00 Uhr

Diese WC-Anlage ist teurer, aber auch langlebiger

Die Initiative kam von Baustadträtin Barbara Unterkofler. (Foto: Schenker)

Jetzt verfügt auch der Mönchsberg über ein öffentliches WC – die Kosten für die Anlage betragen 90.000 Euro.

SALZBURG (lg). Trotz des regen Besucherstroms sowohl von Touristen als auch von Einheimischen auf dem Mönchsberg war ein öffentliches WC bis vor Kurzem Fehlanzeige.

Betrieb nach Pfingsten

Jetzt wurde auf Initiative von Baustadträtin Barbara Unterkofler (Neos) eine "One for all"-Toilette, die von Männern und Frauen sowie Menschen mit Behinderung gleichermaßen benutzt werden kann, errichtet. In Betrieb gehen soll sie nach Pfingsten. "Ein öffentliches WC war auf dem Mönchsberg lange überfällig. Mir war dabei besonders wichtig, dass durch das flexible und moderne System auch auf die Bedürfnisse beeinträchtigter Personen Rücksicht genommen wird", so Unterkofler. Die Toilettenanlage ist direkt beim Ausgang des Mönchsbergaufzugs unterhalb des Museums der Moderne angebracht. "Die Errichtung eines WCs beim Musuem der Moderne war in der Prioritätenreihung der neuen Standorte für WC-Anlagen auf Platz eins", fügt Unterkofler hinzu. Die Edelstahlbox wurde auf elf Quadratmetern angebracht und ist vandalismussicher. Um etwaigen Missbrauch zu verhindern, verfügt das WC über eine automatische Türe, die sich nach 20 Minuten wieder öffnet.

Kostenfaktor: 90.000 Euro

Die Kosten für die Toiletten-Anlage belaufen sich auf 90.000 Euro und werden zu gleichen Teilen zwischen Stadt, Land und Salzburg AG aufgeteilt. "Die Errichtungskosten sind zwar etwas höher als bei konventionellen WCs, diese belaufen sich auf rund 75.000 Euro, allerdings sind die Folgekosten deutlich geringer. Dazu muss man sagen, dass ein konventionell ausgebautes WC spätestens nach 25 Jahren komplett zu entkernen ist. In der Praxis ist aber bereits nach einem Jahr über die Fliesenfugen ein unangenehmer Geruch wahrzunehmen, weshalb auch zwischendurch immer wieder weitere Teilsanierungen durchzuführen sind. Das jetzt verwendete Edelstahlmodul hält hier wesentlich länger", berichtet Unterkofler, die davon ausgeht, dass sich die Mehrkosten innerhalb von sechs Jahren amortisieren.
Generell verfüge die neue WC-Anlage über höhere Hygienestandards: Die WC-Sitzbrille wird aus Hygienegründen nur bei Bedarf per Knopfdruck hydraulisch abgesenkt und nach der Benutzung wieder in die ursprüngliche Position gefahren. "Auch die Oberflächen entsprechen höchsten hygienischen Standards sowie den Anforderungen der Vandalismus-Sicherheit", fügt die Baustadträtin hinzu.

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