Schärding
Ärztin wird wegen Corona-Kinderimpfung angefeindet

Aufgrund der zahlreichen beleidigenden Kommentare unter dem Facebook-Beitrag zum Angebot der Schärdinger Ärztin Ursula Hammel musste das BezirksRundSchau-Team die Kommentarfunktion deaktivieren.
  • Aufgrund der zahlreichen beleidigenden Kommentare unter dem Facebook-Beitrag zum Angebot der Schärdinger Ärztin Ursula Hammel musste das BezirksRundSchau-Team die Kommentarfunktion deaktivieren.
  • Foto: Screenshot Facebookseite
  • hochgeladen von Michelle Bichler

Die Schärdinger Ärztin Ursula Hammel impft Kinder zwischen fünf und elf Jahren gegen Corona. Nun sieht sie sich Hasspostings und Anfeindungen ausgesetzt.

SCHÄRDING. Nach einem BezirksRundSchau-Bericht über das Angebot der Schärdinger Bezirksärztesprecherin Ursula Hammel Kinder unter 12 Jahren noch vor der Zulassung des Impfstoffes, die mittlerweile aber bereits erfolgt ist, off-label gegen Corona zu impfen, kam es auf Facebook zu einem regelrechten Shitstorm und persönlichen Angriff auf die Allgemeinmedizinerin. "Das waren in vielen Fällen keine Meinungsäußerungen oder sachlichen Kommentare, sondern nur persönliche Angriffe", ist die Allgemeinmedizinerin schockiert. Von "einem Verbrechen an den Kindern" über "Der gehört die Lizenz entzogen", "die ist doch nur geldgeil" bis hin zu "das sind Mengelemethoden" und "Kinderschänder" reichten die Postings. Zwischendurch versuchten zwar vereinzelte Leser und auch das BezirksRundSchau-Team eine respektvolle Umgangsweise einzufordern, doch vergeben's.

Ärztekammer verurteilt aufs Schärfste

So sah sich das BezirksRundSchau-Team gezwungen, die Kommentarfunktion aufgrund permanenter beleidigender Kommentare zu deaktivieren. Und Ursula Hammel wird gegen einige Kommentarschreiber Anzeige erstatten. Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser verurteilt das Diffamieren von Ärzten aufs Schärfste: "Wenn Kolleginnen und Kollegen Drohungen erhalten, dann ist es ganz wichtig, diese auch ernst zu nehmen und sofort eine Anzeige bei der nächsten zuständigen Polizei-Dienststelle zu machen", erklärt er.
Generell begrüßen die Ärztekammer und die medizinischen Experten des Krisenstabs das Impfengagement der Ärzte. "Die Ärztekammer für Oberösterreich ist ein Befürworter der Impfpflicht", legt Niedermoser klar fest.

Ausbau des Angebots nach Impfstoff-Zulassung

Nach der Zulassung des Vakzins letzte Woche wird das Angebot nun weiter ausgebaut. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Aktionen werden ab dieser Woche an bestehenden Impfstraßen an speziellen Tagen eigene Kinderimpfstraßen eingerichtet. Auch Gesundheitsreferentin Christine Haberlander spricht sich für die Kinderimpfung aus: "Die Impfung ist der wirksamste Schutz gegen einen schweren Verlauf der Krankheit, auch bei Kindern", so Haberlander. Termine für Kinderimpfungen können über die Plattform ooe-impft.at gebucht werden.

Hier geht's zum ursprünglichen Beitrag über das Kinderimpfangebot von Allgemeinmedizinerin Ursula Hammel.

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