22.06.2017, 00:00 Uhr

Aki.Tech-Knowhow schippert auf Weltmeeren

In Luxus-Kreuzfahrtschiffen wie diesen sind Hochdruckreinigungsaggregate der Firma AKi-Tech aus Suben verbaut. (Foto: nik0s79/panthermedia.net)

Wenn die Crew auf Luxusdampfern der Meyer Werft die Pools, Fliesen und Böden reinigt, dann tut sie das künftig mit einer Anlage "made in Suben".

SUBEN (ska). Für die Kreuzfahrtschiffe der größten deutschen Werft hat die Firma AKi.Tech – kurz für Arnhof & Kisch Technik GmbH – Hochdruckreinigungsanlagen entwickelt. Konstruiert wurde am Standort in Suben, gefertigt in Niederösterreich.

Zehn Dampfer mit der AKi.Tech-Anlage sind in Planung. Das ist eine komplette Baureihe, an der die Subener Firma beteiligt ist. Kosten für nur eines dieser Schiffe: rund eineinhalb Milliarden Euro. 6500 Passagiere finden auf einem Dampfer Platz – mehr Einwohner als die Barockstadt Schärding hat. Und dafür, dass diese es sauber haben, sorgt AKi-Tech. Der erste der Luxusdampfer mit Subener Technik schippert schon bald durch die Weltmeere.

Zumindest ist das Hochdruckreiningungsaggregat dafür schon ausgeliefert worden, wie berichtet Marco Kisch berichtet. Zusammen mit Christoph Arnhof leitet er AKi.Tech. "Unser Gerät muss bereits im Anfangsstadium der Fertigung des Dampfers eingebaut werden, weil es sich im unteren Bereich des Schiffes befindet. "Das Aggregat steuert Pumpen, an die Reinigungsgeräte am Deck des Schiffes angeschlossen sind", erklärt er. Je nach Nutzung schalten sich die Pumpen zu oder weg – das spare Wasser und Energie.

Im Prinzip könne man sich ein derartiges Reinigungsaggregat wie einen Hochdruckreiniger vorstellen, erklärt Kisch. "Aber einen, der eine enorme Leistung erbringen muss, weil er 24 Stunden am Tag im Einsatz ist", fügt er hinzu. Auch für namhafte Lebensmittelunternehmen produziert AKi-Tech derartige Anlagen. Kisch nennt etwa einen hochwertigen Käse-Hersteller in der Schweiz, der sich von der Subener Firma eine "Waschmaschine" für ihre Käselaibe entwickeln ließ. Und: Für ein anderes Unternehmen produzierte AKi.Tech eine Kistenwaschmaschine, mit der Lebensmittelkisten gereinigt werden können. "Man stelle sich vor, da steht den ganzen Tag jemand, der die Kisten mit einem Hochdruckreiniger sauber macht", macht Kisch anschaulich.

Das noch junge Unternehmen mit seinen jetzt 15 Mitarbeitern ist in den vergangenen fünf Jahren seines Bestehens enorm gewachsen. Und nach wie vor werden Mitarbeiter gesucht – speziell für den Vertrieb in Deutschland. Denn der Vertrieb von Pumpen und Düsen, die AKi-Tech zukauft, ist das zweite Standbein neben der Produktion der Reinigungsaggregate. "Unsere strategische Ausrichtung sieht vor, dass wir in jedem Bundesland Deutschlands ein Vertriebsbüro eröffnen", berichtet Kisch von den Wachstumsplänen. Die zwei Vertriebsfilialen in Österreich sollen bestehen bleiben. Ebenso soll die Fertigung in Österreich bleiben.

Wichtig sei, ein überschaubares Unternehmen zu bleiben. "Speziell durch den Großauftrag der Werft haben wir erkannt, dass große Unternehmen die Zusammenarbeit mit kleinen suchen", ist Kisch überzeugt. "Sie möchten einen direkten Ansprechpartner haben und nicht am Telefon mit dem Band sprechen."
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