29.01.2018, 18:36 Uhr

Scheibbser Altstadtrunde – das Pestkreuz beim Kreisverkehr

Das Pestkreuz beim Scheibbser Kreisverkehr wurde im Jahr 1644 errichtet.

Pestkreuz beim Kreisverkehr in der Bezirkshauptstadt Scheibbs

SCHEIBBS. Das Pestkreuz, das bereits 1644 errichtet worden war, befindet sich seit dem Jahre 1982 beim Kreisverkehr der Stadteinfahrt Scheibbs-Mitte. Ursprüngliche stand es neben dem Elektrizitätswerk Mühlhof und wurde anlässlich der Errichtung der neuen Stadtzufahrt dorthin versetzt. Es handelt sich um einen Tabernakelbildstock in spätgotischer Tradition. Auf einem achtseitigen Steinschaft befindet sich ein Steintabernakel mit Pyramidendach und eisernem Doppelkreuz. Das Tabernakel hat drei Flachnischen und eine Tiefnische. In der Tiefnische befindet sich eine Statue der Hl. Maria mit Jesuskind. Die Nische ist mit einem Schmiedeeisengitter abgeschlossen. Eine schöne barocke Madonnenstatue, welche sich bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts darin befunden hatte, wurde schließlich ins Rathaus gebracht, um die Statue vor Dieben zu schützen. Das Pestkreuz wurde – wie der Name schon sagt – im Jahr 1644 zur Erinnerung und als Dank für das Erlöschen der gefürchteten Pestkrankheit errichtet. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass sich das Pestkreuz ursprünglich über einem Pestgrab gestanden hatte, da der ehemalige Standort außerhalb der Scheibbser Stadtmauern lag. Das in unmittelbarer Nähe des alten Standortes vorhandene "Untere oder Wienertor" wurde um 1400 errichtet und im Jahr 1880 abgerissen.
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