10.01.2018, 09:08 Uhr

Gahr: Die politische Arbeit kann starten

Der Tiroler Nationalrat sieht sich als notwendiges Bindeglied zwischen Wien und Tirol

SCHWAZ. Auf Erfahrung und beste Kontakte kann Hermann Gahr in Wien und Tirol bauen. Zum sechsten Mal ist er bei Wahlen auf Bundesebene angetreten und hat sein Mandat im Wahlkreis Tirol Mitte (Bezirke Innsbruck-Land und Schwaz) mit über 10.300 Vorzugsstimmen mehr als verteidigt. Gahr will sich auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen – im Gegenteil: „Jetzt beginnt das Abarbeiten eines ambitionierten Regierungsprogramms.“ Für Hermann Gahr ist die Zusammenarbeit mit der FPÖ nichts Neues. Schon unter der Regierung Schüssel hat er erlebt, dass man mit den Blauen Reformen angehen kann. „Das war unsere Botschaft in der Wahl und das müssen wir jetzt umsetzen. Das neue Ministerteam ist ein Mix aus Managern und Experten, das sich jetzt in der täglichen Arbeit beweisen muss. Die Erwartungen sind groß, auch bei mir“, unterstreicht Gahr. Ihn freut, dass dabei wichtige Themen in den Mittelpunkt des Regierungsprogramms gerückt wurden. „Bildung ist in Zukunft der Schlüssel und wird auch zur sozialen Frage. Ich begrüße, dass das differenzierte Schulsystem erhalten bleibt und die Kinderbetreuung weiter ausgebaut werden soll. Auch das Thema Lehre wird klar angesprochen“, nennt Hermann Gahr zwei Beispiele. Für den Tiroler Vertreter in Wien ist klar, dass die Interessen des Bundeslandes zu vertreten sind. „Es gibt viele Tiroler Projekte, die einen nationalen Schulterschluss brauchen. Die erste und oberste gemeinsame Herausforderung ist der Verkehr. Tirol ist nicht belastet, sondern überlastet. Land, EU und Bund müssen dieses brennende Problem angehen. Kostenwahrheit beim Transit, Verlagerung und Organisation des Verkehrs sind die Schlagworte. Ich hoffe, dass sich hier auch mit neuen Technologien Lösungen erzielen lassen“, meint Gahr. Als Obmann von Forum Land ist ihm natürlich auch der ländliche Raum ein Anliegen. „Ich kann nur jedem empfehlen, das Regierungsprogramm zu lesen. Hier sind alle wichtigen Punkte genau aufgelistet, etwa die medizinische Versorgung am Land, die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes oder auch die Digitalisierung. Aber auch der Pflegeregress wird uns weiter beschäftigen. Wir dürfen nicht die Kosten für die Pflege auf die Gemeinden übertragen“, fordert NR Hermann Gahr. Ähnliches gilt für den Hochwasserschutz. Für Gahr sind die Weichen gestellt, jetzt zählt die Umsetzung. „Ohne ein Einvernehmen zwischen Grundbesitzern, Gemeinden, Bund und Land wird das nicht gehen“, ist sich Gahr sicher.
Dass die Vertretung der Tiroler Landesinteressen nicht einfacher wird, zeigt ein Blick auf das Mandatsergebnis. Vor der Wahl war Tirol mit insgesamt 13 Abgeordneten vertreten. „Mit meiner Erfahrung, meinem breiten Netzwerk und meinem Einsatz will ich Tirol und meinen Wahlkreis bestens vertreten“ verspricht NR Hermann Gahr abschließend.
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