Simmering
Das sagt die Jugendarbeit zu den Problemen im Hyblerpark
- Zwei neue Schulen, unzählige neue Wohnbauten: Die Nutzerinnen und Nutzer des Hyblerparks werden immer mehr.
- Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
- hochgeladen von Luca Arztmann
Im Hyblerpark sorgen Nutzerinnen und Nutzer immer wieder für Lärm, auch bei der Jugendarbeit im Bezirk ist das Problem bekannt. Als einen der Gründe sieht man die vielen Neubauten und den damit verbundenen Nutzungsdruck. Gleichzeitig wird man selbst von Sparmaßnahmen in der Jugendarbeit eingeschränkt.
WIEN/SIMMERING. Die Anrainerinnen und Anrainer des Simmeringer Hyblerparks klagen über Lärmbeschwerden aus dem Hyblerpark. Die Bezirksvorstehung, die MA 42 – Stadtgärten und die MA 56 – Schulen planen auf Nachfrage von MeinBezirk keine konkreten Maßnahmen, MeinBezirk berichtete:
Als zu oft wird bei solchen Konflikten auf die aufsuchende Jugendarbeit verwiesen. So auch in diesem Fall, die MA 42 erklärt: "Seitens der Wiener Stadtgärten wird das Fairplay-Team für den 11., Bezirk kontaktiert, um vermittelnd zu intervenieren". Das Fair-Play-Team (FPT) 11 gehört ebenso wie die Senffabrik zum Verein Balu & Du, welcher also die aufsuchende Jugendarbeit und die Gemeinwesenarbeit – diese soll alle Altersgruppen ansprechen – im Bezirk unter sich vereint.
Vandalismus und Lärm
Die Leiterin des FPT und der Senffabrik bestätigt auf Anfrage von MeinBezirk, dass man im laufenden Austausch mit der MA 42 ist, auch der Hyblerpark ist dabei immer wieder Thema. Konkret handelt es sich meist um "Lärm bzw. die laute Nutzung des Parks sowie unter anderem Vandalismus", erklärt die Leitern.
Einmal pro Woche versucht man daher im Hyblerpark zu sein, angesprochen auf den Lärm in der Nacht kann aber auch das Fair-Play-Team wenig sagen. Die maximale Arbeitszeit endet um 22 Uhr, daher kann man "keine qualifizierte Einschätzung" geben.
Von Einsparmaßnahmen betroffen
Generell muss man in diesem Kontext erwähnen, dass die finanziellen Mittel des Vereins in den laufenden Jahren immer weiter reduziert wurden. Eigentlich sollte das FPT-11 aus drei Mitarbeitern und einer Leitung bestehen, gleiches gilt für die Senffabrik. Die Realität sieht hingegen aktuell so aus, dass die Senffabrik mit zwei 10-Stunden-Arbeitskräften auskommen muss, die Arbeitsstunden der drei FPT-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden erst heuer wieder reduziert.
Zudem gibt es nur eine Leitung für beide Teams – eine Maßnahme, die nach "einschneidenden Kürzungen" im Jahr 2024 umgesetzt werden muss, wie die Leiterin selbst sagt. Im Vergleich zu 2025 wurde etwa der Posten "aufsuchende Kinder- und Jugendbetreuung" im Bezirksbudget um 71.000 Euro auf in Summe 597.400 Euro gekürzt. Generell blieben Inflationsanpassungen in den letzten Jahren aus.
Nutzungsdruck auf Park steigt
Grundsätzlich sieht man beim FPT im Hyblerpark einen "sehr spannenden Sozialraum". Aufgrund der Neubauten von Wohnbauten und zwei Schulen sieht man einen steigenden Nutzungsdruck der Grünfläche. "Der Hyblerpark wird stark frequentiert, jede einzelne Grün- oder auch Betonfläche wird an manchen Sommerabenden genutzt", so die Leiterin.
- Das wichtigste Werkzeug der Jugendarbeit ist es, vor Ort mit den Personen ins Gespräch zu kommen und Beziehungen aufzubauen.
- Foto: MeinBezirk
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Das betrifft natürlich auch die Anrainerinnen und Anrainer, manche würden den Park ruhiger kennen, andere hätten sich das Wohnen am Park anders vorgestellt. Die bekannten Themen im Hyblerpark sieht man als klassische Jugendarbeit und Gemeinwesensarbeit in der Großstadt. "Es braucht hier gute Kontakte zu allen involvierten Personen - von den Anrainerinnen und Anrainer bis zu den Jugendgruppen", weiß die FTP-Leiterin.
Dazu zählt Sensibilisierung in Gesprächen mit den Parknutzerinnen und -nutzer sowie die Vermittlung von Konflikten. Das wichtigste Werkzeug sei aber die Beziehung zu den Personen, wofür regelmäßige Anwesenheit vor Ort nötig ist. Aufgrund der verringerten Ressourcen braucht das "Werkzeug" länger um zu wirken oder ist weniger wirksam, so die Leiterin abschließend.
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