Pfarre Kaiserebersdorf
Die Demenz im Fokus

Im Einsatz für Demenzkranke: Pfarrer Pavel Povazan, Elisabeth Elsigan und Bezirksrat Leopold Prochazka (ÖVP).
  • Im Einsatz für Demenzkranke: Pfarrer Pavel Povazan, Elisabeth Elsigan und Bezirksrat Leopold Prochazka (ÖVP).
  • hochgeladen von Yvonne Brandstetter

Die Pfarre Kaiserebersdorf setzt sich für die Inklusion von demenzkranken Menschen ein.

SIMMERING. "Dieses Thema betrifft uns alle, wir müssen unsere Herzen öffnen", sagt Pavel Povazan, Pfarrer in Kaiserebersdorf. Gemeinsam mit einer Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiter setzt er sich für die Inklusion von demenzkranken Menschen in die Gemeinschaft ein.

Geplant sind mehrere Aktionen und Aktivitäten, darunter auch ein spezieller Gottesdienst im September. Los geht es jedoch am 5. Juni um 18 Uhr mit einem Vortrag. Im Pfarrzentrum (Dreherstraße 2) wird Antonia Croy, Präsidentin von Alzheimer Austria, einen Vortrag zum Thema halten. Der Eintritt ist frei, jeder ist herzlich willkommen. "Hinter der Idee stecken persönliche Geschichten", erzählt eine der leitenden Mitarbeiterinnen, Elisabeth Elsigan. "Wir haben dann ein Team ins Leben gerufen, viel recherchiert und gearbeitet."

"Inklusion statt Exklusion"

Ende 2018 startete das Projekt, das jetzt in die Tat umgesetzt wird. "Demenz hat viele Facetten", so Elsigan. "Es geht darum, zu lernen, wie man mit diesen Menschen umgeht, auf sie zugeht." Sie hat das Gefühl, das Thema wird in unserer Gesellschaft oft totgeschwiegen. "Die Leute genieren sich, es ist immer noch ein Tabuthema. Dem möchten wir entgegenwirken." Der Pfarrer selbst forciert die Idee aus demselben Grund. "Wir möchten den Menschen in jeder Art des Menschseins begleiten. Und das im christlichen Sinne. Wir wollen ihnen zeigen, dass sie wichtig sind und geliebt werden".

Einmal im Monat trifft sich das 9-köpfige Team, um aktuelle Ideen zu besprechen. Besonderer Fokus liegt auf dem Gottesdienst am 15. September um 10 Uhr. "Bei der Messe möchten wir alle Sinne ansprechen, zum Beispiel mit Weihrauch und Rosenöl arbeiten. Denn an diese Gerüche von früher erinnern sich die Leute häufig noch", weiß der Pfarrer. Mit den Demenz-Einrichtungen in der Oriongasse, der Dittmanngasse und dem Haidehof ist man in regem Kontakt. Auch der ÖHTB hilft mit – es wird einen Fahrtendienst geben. "Die Kirche soll für Inklusion sorgen – wir schließen niemanden aus", bringt es ÖVP-Bezirksrat und Mitarbeiter Leopold Prochazka auf den Punkt.

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