Seit einem Jahr tobt Putins mörderischer Krieg
Christliches Simmering im „Kreuzweg für den Frieden“ vereint

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In der Pfarre Altsimmering haben katholische, evangelische und orthodoxe Christinnen und Christen am Jahrestag des Beginns von Vladimir Putins mörderischem Krieg mit einem Kreuzweg an das Leid der Menschen in der Ukraine erinnert und für Frieden gebetet.

„Gott rette unsere Ukraine.“ Das Lied, das eine Gruppe ukrainischer Frauen, die vor dem Krieg geflüchtet sind und in der katholischen Pfarrgemeinde Altsimmering unter anderem mit Deutschkursen Unterstützung gefunden haben, beim Kreuzweg anstimmen, spiegelt Trauer und Verzweiflung ebenso wie Hoffnung und Selbstbewusstsein. Das Format des Kreuzwegs wurde bewusst für das Friedensgebet in St. Laurenz gewählt. Schließlich ist der Kreuzweg als Erinnerung an die Passion Christi auch ein passendes Symbol für den Schrecken, den Krieg bringt – für Not und Leid, Vergewaltigung, Unterdrückung, Tod.

Sechs Stationen

Insgesamt sechs Kreuzweg-Stationen werden von den katholischen Pfarren Altsimmering und Kaiserebersdorf, den in Simmering beheimateten Franziskanischen Schwestern und der evangelischen Glaubenskirche in Hinblick auf den von Putin in die Ukraine gebrachten Krieg gestaltet. Die erste bilden der Verrat an und die Festnahme von Jesus, die letzte dessen Tod und Auferstehung. Die Idee, zum Jahrestag des russischen Einmarschs in der Ukraine zum Gebet einzuladen, hatten Diakon Franz Schramml von der Pfarrgemeinde Altsimmering und die Pfarrerin der evangelischen Pfarrgemeinde Simmering, Anna Kampl, beim "Warmen Platzerl" in der Glaubenskirche geboren. Altsimmering-Pfarrer Christian Maresch brachte dazu dann die Form des Kreuzwegs ein. 

Wo Achtung vor Gottes Schöpfung durch Menschenverachtung ersetzt wird

Die Botschaften in der voll besetzten Kirche, darunter auch der Wiener Superintendent Matthias Geist und Superindententialkuratorin Petra Mandl, sind deutlich. Jeder Krieg beraube Menschen fundamentaler Menschenrechte. Leid könne Menschen abtöten, Mitleid aber zugleich auch wieder stärken und aufrichten. Es gehe um Umkehr, wo mit Raketen die Menschlichkeit zerbombt, wo die Achtung vor Gottes durch Menschenverachtung ersetzt wird. Auch an die Menschen in Russland wird gedacht, wenn etwa durch falsche Propaganda psychische Gewalt am russischen Volk ausgeübt werde. „Es ist unser Auftrag als Christinnen und Christen, den Frieden zu leben.“ Am Altar brennt eine Kerze des Friedens in den Farben der Ukraine. Das gemeinsame „Vater unser“ ist in Deutsch wie auch in Ukrainisch zu hören. Das Ende des Kreuzwegs und des ökumenischen Friedensgebets bildet eine klare Botschaft, dass es keinen Lohn bringt, Krieg zu säen. Die ukrainischen Frauen singen ungebrochen die Hymne ihres Landes.

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