07.10.2014, 19:12 Uhr

Eine Gemeinde ist im Marktfieber

Die WOCHE im Gespräch mit Bürgermeister Herbert Kuss über den diesjährigen Guttaringer Markt.

GUTTARING. WOCHE: Können Sie sich an Ihren ersten Guttaringer Markt erinnern?
Herbert Kuss: Ja natürlich! Daran kann ich mich noch genau erinnern. Da war ich sieben Jahre alt. Der Vergnügungsmarkt war damals noch relativ einfach aufgezogen. Da hat es beispielsweise noch fahrradangetriebene Ringelspiele gegeben. Ich war einer derjenigen, die damals unter anderem in die Pedale getreten haben.
Was verbinden Sie mit dem Markt und was bedeutet er für die Gemeinde?
Der Markt ist eigentlich ein Markenzeichen für die Struktur einer Gemeinde. Der Markt soll daran erinnern, wie früher die Märkte die Nahversorgerfunktion übernommen haben. Der Markt hat einfach alles angeboten. Von Textil bis Geschirr. Heute ist der Markt aber auch ein kommunikativer Treffpunkt. Den großen Wert hat er heute vor allem aber für die Kinder.

Was bietet der Guttaringer Markt an?
Den Besucher erwartet der komplette Kontrast zu den Großkaufhäusern. Ein ganz spezielles Einkaufserlebnis, da hier vor allem das Handeln noch gang und gäbe ist. Das Handeln gehört einfach zum Guttaringer Markt dazu. Außerdem ist es auch die Vielfalt, die beeindruckt. Das Angebot reicht von Büchern, Seifen, Textil, Handarbeit bis hin zu regionalen Produkten wie Speck, Honig oder Würstel.

Wie profitiert die Gemeinde Guttaring vom Guttaringer Markt?
Für uns ist es wichtig, dass sich die Betriebe hier vorstellen und nach außen hin präsentieren können. Dabei geht es vor allem darum, sichtbar zu machen, welche Strukturen wir in unserer Gemeinde haben – die Struktur des Nahversorgers steht im Mittelpunkt. Der Markt soll daran erinnern, dass die Nahversorgung hier im ländlichen Raum ganz ein wichtiger Punkt ist.

Wie wird die örtliche Bevölkerung eingebunden?
Bei der Markteröffnung und am Festzug am Samstagabend sind sämtliche Kulturträger der Gemeinde Guttaring eingebunden. Sei es nun Musikkapelle, Feuerwehr oder Landjugend – alle ziehen sie mit. Das ist natürlich eines der Markenzeichen unseres traditionellen Marktes.

Ein großes Angebot lockt Publikum an

Seit 472 Jahren, also genau seit der Verleihung des Marktwappens, gibt es den Krämermarkt in Guttaring bereits. Das Angebot reicht dabei von Textilwaren, Geschirr, Schuhen, Spielzeug und natürlich regionalen Gaumenfreuden wie Speck, Würstel und Co.

Die Aufstellung der Marktfreyung

Bereits zum 472. Mal wird diesen Samstag um 17.30 Uhr gemeinsam mit allen Vereinen des Ortes die Aufstellung der Marktfreyung und somit die offizielle Markteröffnung in Guttaring stattfinden. Dabei werden rund 40 Fieranten ihre Waren feilbieten.
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