26.09.2016, 15:36 Uhr

Spital Friesach wird Uni-Lehrkrankenhaus

Wolfgang Müller, Alfred Pritz, Manfred Krenn und Bernhard Tschrepitsch (von links) freuen sich auf die Kooperation

Das Deutsch Ordens Spital Friesach wird in zwei Jahren zum Uni-Ausbildungs-
spital.

FRIESACH. "Es ist für unser Haus eine Ehre, Ausbildungsspital zu sein", findet Direktor Wolfgang Müller vom Deutsch-Ordens-Krankenhaus in Friesach. Das Spital kooperiert künftig mit der Medizinischen Fakultät der Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) und wird eines ihrer Ausbildungskrankenhäuser.

Ausbildung in Friesach

In zwei Jahren startet die Pflichtfamulatur: Dann ist eine Ausbildung im Friesacher Spital im Lehrplan vorgesehen. "Auf freiwilliger Basis können Studierende sich bereits davor in Friesach ausbilden lassen", sagt Alfred Pritz, Rektor der Sigmund Freud Privatuniversität. Auf jeder Abteilung im Krankenhaus Friesach können zwei angehende Mediziner betreut werden.
Bis zu zehn Studenten sollen gleichzeitig im Haus ausgebildet werden. "Wir stehen für eine persönliche Betreuung", schließt Manfred Krenn, Ärztlicher Leiter des Krankenhauses, Mitläufertum aus. "Das ist auch der Grund, warum ein kleines Haus gewählt wurde. Denn hier haben die Ärzte die Möglichkeit, auf ihre Studenten einzugehen", weiß Bernhard Tschrepitsch, Gesellschafter des Deutsch-Ordens-Krankenhauses in Friesach.

Zwölf Wochen in der Stadt

Je nach Fach sollen die Studenten vier bis zwölf Wochen in Friesach weilen. "Verpflegung und Räumlichkeiten zum Wohnen stellen wir zur Verfügung", erklärt Müller.
„Unser Spital hat das medizinische Know-how, um Ärzte ausbilden zu können. Dazu kommt eine sehr familiäre und damit ausbildungsfreundliche Atmosphäre, ganz abgesehen von der traumhaften Umgebung, in der man hier studieren kann“, betont Müller.


Die Qualiät entscheidet

Das sei laut Pritz auch Grund für die Wahl von Friesach gewesen. "Das einzige, was zählt, ist die Qualität, nicht die Lage", sagt Tschrepitsch. „Durch die Zusammenarbeit mit der Sigmund Freud Privatuniversität kommt aber auch ein wenig Internationalität nach Kärnten", so Müller. „Die SFU ist international tätig und zieht Studenten aus vielen Ländern an. Wenn die nach Kärnten kommen, um hier ausgebildet zu werden, kommt das letztendlich auch unserem Wissenschaftsstandort zugute".


Die Sigmund Freud Privatuniversität
Die Sigmund Freud Privatuniversität wurde 2003 mit dem Schwerpunkt Psychotherapiewissenschaft in Wien gegründet. 2007 kam eine Fakultät für Psychologie dazu.

Studium seit 2015
Im vorigen Jahr wurde das Lehrangebot um den Studiengang Humanmedizin erweitert, seit heuer kann man auch Rechtswissenschaften an der SFU studieren. Die Sigmund Freud Privatuniversität war von Beginn an sehr international ausgerichtet. 2006 wurde in Paris ihre erste „Filiale“ gegründet, es folgten Ljubljana (2013), Berlin (2013), Mailand (2014), Linz (2015) und Bregenz/Bodensee (2016).
3.500 Studenten zählt man bisher. "Wir wachsen jedes Jahr. In drei bis fünf Jahren haben wir an die 6.000 Studierende", weiß Rektor Alfred Pritz. Die Studenten stammen aus 56 Nationen, in der Medizin sind es Studierende aus zehn bis zwölf Nationen.
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