10.01.2018, 10:41 Uhr

Kehrt Binder zurück und schafft 200 Jobs?

In das leerstehende Fertigungsgebäude soll Leben einziehen.

Holz-Binder schloss 2014 das Werk in Neualm und möchte nun wieder mit Bausystemen zurückkommen.

HALLEIN (jw). Seit drei Jahren steht die riesige Halle des ehemaligen Faserplattenherstellers Binder in Neualm leer. Nun will die Zillertaler Firma ihr ehemaliges Gebäude wieder selbst nützen. Wie Bürgermeister Gerhard Anzengruber informierte, sollen hier künftig Bausysteme gefertigt werden und bis zu 200 Arbeitsplätze entstehen. Da mindestens 30 Lkw-Fahrten pro Tag und dazu noch der Autoverkehr der Mitarbeiter erwartet wird, ist ein starker Verkehrsanstieg vorprogrammiert. Ein Schienentransport ist nur zum Teil möglich, da zum Zillertaler Hauptwerk von Jenbach aus nur eine Schmalspurbahn führt.

Kommt neue Salzachbrücke?

Die Firma Binder möchte eine Salzachbrücke nur für den Lkw-Verkehr in Höhe der Firmen Jacoby und Antosch. Die Kosten hierfür betragen rund 3,5 Millionen Euro. Dagegen spricht sich wiederum die Stadt aus. "Der ganze Verkehr würde über Pernerinsel und Kaltenhausen geführt und zu einem Verkehrskollaps führen, da wir auf diesen Straßenzügen schon am Limit sind“, so Bürgermeister Anzengruber. Eine Lösung wäre die schon vor Jahren angedachte Unterflurtrasse entlang der Salzach durch die Urstein-Au über Oberalm und Puch direkt auf die Autobahn. Aber dagegen wehrten sich schon damals die beiden Orte und auch der Naturschutz.

Attraktive Abkürzung

Sollte aber eine Brücke für den allgemeinen Verkehr entstehen, gibt es voraussichtlich einen Riesenaufstand der Neualmer Bevölkerung. Denn dann würde die Brücke eine attraktive Abkürzung von der Halleiner Landesstraße in Oberalm über Neualm auf die Salzachtalstraße werden.
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