Von Rosegg
Als der sagenumwobene „Fliwatü“ für Aufregung sorgte
- Der sagenumwobene „Fliwatü“ sorgte Ende der 1980er-Jahre weit über Rosegg hinaus für Schlagzeilen. Ob Geist oder Einbildung – die Geschichte ist bis heute unvergessen.
- Foto: Gemeinde Rosegg
- hochgeladen von Michaela Erlacher, BA
Ende der 1980er-Jahre wurde Rosegg plötzlich zum Gesprächsthema weit über Kärnten hinaus. Der Grund war kein besonderes Bauwerk oder ein prominenter Besuch, sondern eine mysteriöse Geistergeschichte.
ROSEGG. Mehrere Menschen berichteten damals unabhängig voneinander, auf der Brücke zwischen Rosegg und St. Jakob im Rosental einem unheimlichen Wesen begegnet zu sein. Beschrieben wurde der sogenannte „Fliwatü“ als dunkle, kopflose Gestalt, die laut Augenzeugen nachts auf der Brücke erschien. Die Berichte sorgten für große Verunsicherung – manche mieden die Strecke nach Einbruch der Dunkelheit, andere wollten den Spuk unbedingt selbst erleben. Die Geschichte verbreitete sich rasch. Kärntner Zeitungen berichteten ebenso darüber wie deutsche Boulevardmedien. Sogar Jäger machten sich nachts auf die Suche nach dem geheimnisvollen Wesen, während der damalige Pfarrer ankündigte, eine Messe für den „verunschenen Geist“ lesen zu lassen. Ob sich hinter den Erzählungen tatsächlich etwas Unerklärliches verbarg oder ob die Fantasie den Menschen einen Streich spielte, blieb letztlich ungeklärt. Sicher ist jedoch: Der „Fliwatü“ gehört bis heute zu den außergewöhnlichsten Geschichten der Marktgemeinde. Viele Roseggerinnen und Rosegger erinnern sich noch heute mit einem Schmunzeln an den Geist, der einst weit über die Gemeindegrenzen hinaus für Schlagzeilen sorgte.
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