Völkermarkt
Der Hund als ältester Freund des Menschen

Hundetrainer Robert Smolnig mit seinen zwei Bordercollies beim Hundetraining
  • Hundetrainer Robert Smolnig mit seinen zwei Bordercollies beim Hundetraining
  • Foto: Robert Smolnig
  • hochgeladen von Barbara Le-Dixer

Der Hund ist das älteste Haustier des Menschen und sein treuester Weggefährte. Ob als Spielgefährte, Wach- oder Rettungshund, der Hund ist nach wie vor das beliebteste Haustier des Menschen. Was gilt es aber zu beachten, wenn ein Hund angeschafft wird. Hundetrainer Robert Smolnig hilft uns dabei einen Überblick zu gewinnen.

KÜHNSDORF. Wieviel Zeit kann ich für den Hund aufbringen? Wann ist es mir möglich mich mit ihm zu befassen? Was will ich vom Hund? Bin ich dem Hund gewachsen? Was erwartet der Hund von mir?

Hunde auslasten

„Hunde brauchen bis zu 18 Stunden Schlaf“, erzählt Smolnig, Betreiber einer Hundeschule. „Den Hund sechs bis sieben Stunden allein lassen ist in Ordnung, wenn danach der Hund durch Spaziergänge oder durch Training in der Hundeschule ausgelastet wird.“ An der Körpersprache des Menschen erkennt der Hund ob der Mensch etwas gerne macht oder nicht. Laut Smolnig, dem Besitzer zweier Bordercollies, ist es sehr wichtig, dass der Hund einen geregelten Tagesablauf hat. „Da gehören ausgiebige Sparziergänge oder Training in der Hundeschule dazu. Es gibt an die 20 verschiedenen Tätigkeiten, die den Hund auslasten. Habe ich keine Zeit für ihn, staut sich Frust bei ihm auf, die Folge ist: er explodiert“, schildert Smolnig.

Körpersprache ist wichtig

Auch kommt es darauf an, wie der Mensch mit dem Hund kommuniziert. Das Kommunikationsbild zwischen Hund und Mensch besteht aus 70 Prozent Körpersprache, 20 Prozent durch Handzeichen und zehn Prozent durch gesprochene Wörter. „Kinder kennen keine Grenzen, bei Hunden ist es ebenso, er muss es lernen“, berichtet Smolnig und bringt ein Beispiel: „Bei einem Spaziergang entdeckt der Hund einen Hasen. Er wartet auf eine Reaktion seines Menschen. Signalisiert der Mensch dem Hund durch Körpersprache, Handbewegung oder Stimme NEIN so wird er seinem Beutetrieb nicht folgen. Wenn der Mensch nicht reagiert, bedeutet das für den Hund JA, ICH DARF! und hetzt dem Hasen hinterher. Darauffolgende Schreie des Menschen erkennt der Hund als weitere Anfeuerung. Es ist wichtig, ihm sofort das NEIN zu signalisieren.“

Verantwortung tragen

Robert Smolnig, seit 2006 Betreiber einer Hundeschule in Leopoldsdorf bei Wien, eröffnet demnächst im Bezirk Völkermarkt eine Hundeschule. Smolnig ist der Meinung, dass Hundezüchter und Tierschutzheime mehr achtgeben sollten an wen sie bestimmte Hunde abgeben. „Das Land Kärnten plant einen Hundeführerschein, statt Tierärzte sollte das Land Hundetrainer zu Rate ziehen“, so Smolnig.

Tipps vom Hundetrainer

Ein Hund ist kein Kindersatz, man muss ihn als Hund behandeln und nicht als Mensch. Hunde nie wie Kinder hochheben, der Griff unter den Oberarmen schmerzt ihnen. Hunde eignen sich auch nicht zum Babysitten oder Kinderaufpassen. An öffentlichen Orten und auf der Alm Hunde immer anleinen. Fremden Hunden nicht in die Augen sehen, sonst fühlen sie sich provoziert.

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