Verbesserte Angebote für jede Altersgruppe

Referentin Vizebürgermeisterin Edeltraud Gomernik-Besser, Prozessbegleiterin Irene Slama, Gemeinderätin Isabella Koller (v. li.)
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  • Referentin Vizebürgermeisterin Edeltraud Gomernik-Besser, Prozessbegleiterin Irene Slama, Gemeinderätin Isabella Koller (v. li.)
  • hochgeladen von Simone Jäger

VÖLKERMARKT (sj). Als erste Gemeinde im Bezirk nimmt die Stadtgemeinde Völkermarkt am Audit "familienfreundliche Gemeinde" teil. Das heißt, Völkermarkt will Maßnahmen zur Erhöhung der Familienfreundlichkeit setzen. Bei diesem Projekt des Bundesministeriums für Familien und Jugend in Kooperation mit dem österreichischen Gemeindebund handelt es sich um einen mehrjährigen Prozess. Ziel ist die Erlangung eines staatlichen Gütezeichens, das wiederum alle drei Jahre erneuert werden muss.

Bürgerbeteiligung gefragt

Die Auftaktveranstaltung fand vergangene Woche in der Neuen Burg statt. Dabei stellte sich auch das Projektteam unter der Federführung der zuständigen Referentin Edeltraud Gomernik-Besser und Gemeinderätin Isabella Koller vor. Interessierte Vertreter von Schulen und anderen Einrichtungen und Bürger können sich am Prozess beteiligen. Dazu gab es auch gleich beim ersten Treffen die Möglichkeit – Anregungen konnten eingebracht und Punkte für diverse Angebote in der Stadtgemeinde vergeben werden.

Fragebogen entwickelt

Weiters entwickelte das Projektteam in einem ersten Workshop einen Fragebogen, den Bürger bis zum 9. Februar ausfüllen können (Details siehe "Zur Sache"). "Die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung und des Fragebogens werden dann ausgewertet. Das ist der nächste Schritt", erklärt Koller. In diese Auswertung fließt auch das Aufsatz-Projekt des Alpe-Adria-Gymnasiums ein. Schüler aller Schulstufen schreiben zum Thema "Was gefällt dir an Völkermarkt und was nicht?". "Auch das Jugendzentrum Chill Out wird sich noch mit einer Aktion einbringen", freut sich Koller. Begleitet wird der gesamte Prozess von Expertin Irene Slama.

"Kommunikation fehlt"

Das Thema Familienfreundlichkeit betrifft jedoch nicht nur die Jugend, sondern alle Altersgruppen. "Wenn das Zertifikat einmal da ist, ist das Projekt nicht beendet. Es geht darum die Angebote immer weiter zu evaluieren und zu verbessern", so Slama. Bürgermeister Valentin Blaschitz betonte zur Eröffnung, dass das Angebot in Völkermarkt nicht schlecht sei: "Die Angebote sind jedoch zu wenig vernetzt. Die Kommunikation zwischen den Gruppen und den Generationen fehlt. Das ist ein Schwachpunkt."

Das Projektteam besteht aus:

Referentin Edeltraud Gomernik-Besser (SPÖ)
SPÖ Gemeinderäte: Isabella Koller, Claudia Schober, Thomas Bierbaumer-Piroutz, Peter Wedenig
ÖVP Gemeinderätin Michaela Krall-Jantschko
FPÖ Gemeinderätinnen Leopoldine Steindorfer und Gabriele Pitomec
Gemeindebediensteter Sabine Rausch
Lehrling am Gemeindeamt Vanessa Zwirn

Über das Audit:

Das Audit "familienfreundliche Gemeinde" ist ein kommunalpolitischer Prozess für österreichische Gemeinden und Städte. Ziel ist es, das Vorhandensein familienfreundlicher Maßnahmen in der Gemeinde zu identifizieren und den Bedarf an weiteren zu ermitteln.

Unter Einbindung aller Generationen und Fraktionen entwickelt eine Projektgruppe neue Maßnahmen zur Erhöhung der Familienfreundlichkeit. Die gesetzten Ziele sind innerhalb von drei Jahren zu verwirklichen – erst dann gibt es das Gütezeichen.

Alle Maßnahmen, die umgesetzt werden sollen, benötigen einen Gemeinderatsbeschluss. Die Maßnahmen sollen alle Lebensphasen umfassen, von Schwangerschaft und Geburt über Familien, Senioren und Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Zum Fragebogen:

Bei der Auditierung zur familienfreundlichen Gemeinde setzt das Projektteam auf die Meinung der Völkermarkter. Dazu haben sie einen Fragebogen  entwickelt, den man online oder handschriftlich (Fragebögen liegen auch im Rathaus zum Abholen auf oder man kann ihn daheim ausdrucken) bis zum 9. Februar 2018 ausfüllen kann.

Bisher haben rund 430 Gemeinden aus ganz Österreich (das sind rund 21 Prozent) am Audit teilgenommen. In Kärnten sind es bis dato 27 Gemeinden.

Als Zusatzzertifikat können Gemeinden das Unicef-Zusatzzertifikat "Kinderfreundliche Gemeinde" erlangen.

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