21.03.2017, 17:26 Uhr

Er ist der Gärtner unter den Konditoren

Konditormeister András Kelemen in seiner "Zuckerzauberei" in Rechberg. Die Backstube soll in einem Monat fertiggestellt sein
EISENKAPPEL-VELLACH. Seit Oktober 2016 führt der gebürtige Ungar András Kelemen seine "Zuckerzauberei" in Rechberg. Dabei hat er sich auf eine ganz spezielle Form der Tortenverzierung spezialisiert: essbare Blumen aus Zuckerguss. Damit sind aber nicht die üblichen Dekors aus Marzipan gemeint. Kelemen verarbeitet in stundenlanger Handarbeit hauchdünne Blätter aus Zuckerguss zu Blumen, die auf den ersten Blick kaum von echten Blumen zu unterscheiden sind.


Technik aus England

Der gelernte Konditor, der im Vorjahr seine Meisterprüfung ablegte, kam bereits vor Jahren über eine Freundin mit dieser speziellen Art des Zuckergusses in Berührung. "Sie hat diese Technik in England gesehen. England ist bekannt für die besten Zuckerblumenmeister weltweit", erklärt Kelemen.
Bei besagter Freundin besuchte Kelemen Kurse und erlernte so das Handwerk, vorerst nur als Hobby.

Alles aus einer Hand

Vor drei Jahren zog Kelemen schließlich mit seiner Frau und seinen drei Kindern nach Rechberg. Im Vorjahr eröffnete er seine "Zuckerzauberei". "Zuerst wollte ich mich rein auf die Zuckergussblumen konzentrieren", erzählt Kelemen von den Anfängen, "Aber ich habe schnell gemerkt, dass die Kunden alles aus einer Hand haben wollen und nicht Torte und Dekor extra kaufen wollen." Deshalb bäckt Kelemen auch die Torten für alle möglichen Anlässe selbst und ist gerade dabei, eine größere Backstube in seinem Geschäft einzurichten.

"Gärtner in der Küche"

Durch den laufenden Besuch von Hochzeitsmessen haben Kelemens Zuckergussblumen bereits eine gewisse Bekanntheit erreicht. Zehn verschiedene Blumen, wie Rosen oder Orchideen kann der Konditor herstellen. Für eine Rose zum Beispiel braucht er 24 Blätter Zuckerguss. Bis die Blume perfekt aussieht, bedarf es einer Stunde Handarbeit. Die Zuckerguss-Masse stellt Kelemen natürlich auch selbst her. "Mir hat ein Freund einmal gesagt, dass ich der Gärtner in der Küche bin", schmunzelt Kelemen. Bei den vielen Blumen in seiner "Zuckerzauberei" trifft diese Bezeichnung den Nagel auf den Kopf.

Zur Sache:

Für eine Rose aus Zuckerguss braucht András Kelemen 24 Blätter Zuckerguss. Jedes einzelne Blatt wird an einem Draht befestigt. Eine Stunde Handarbeit erfordert die Herstellung einer Rose.

Kelemen gibt sein Wissen auch in Workshops weiter und verkauft sämtliches Zubehör, das man benötigt, um Zuckerrosen selbst herstellen zu können. Nähere Informationen gibt es auf Facebook oder www.zuckerzauberei.at
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