Corona-Virus
Für Haustiere sorgen während der Coronavirus-Krise

Tierschutzombudsfrau Keckeis: Tiere sind keine Beschäftigungstherapie
  • Tierschutzombudsfrau Keckeis: Tiere sind keine Beschäftigungstherapie
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Tierschutzombudsfrau Keckeis: Tiere sind keine Beschäftigungstherapie

Haustiere gehören zur Familie und verdienen während einer Krise wie der Coronavirus-Pandemie die gleiche Aufmerksamkeit wie jedes andere Familienmitglied. Es ist daher wichtig, dass Tierhalterinnen und -halter für den Fall vorsorgen, dass sie erkranken oder in Heimquarantäne müssen – das heißt, dass sie über genügend Haustierfutter, verschriebene Medikamente und Vorräte verfügen, um ihr Haustier angemessen zu versorgen. Wenn ein Haustier während dieser Zeit erkrankt, soll zuerst der Tierarzt telefonisch kontaktiert und um Rat und Behandlung gebeten werden, rät Tierschutzombudsfrau Karin Keckeis. Darüber hinaus ist es sinnvoll, entsprechend zu planen, damit es im Bedarfsfall jemanden gibt, der sich um das Haustier kümmern kann.

Es ist verständlich, dass sich Kinder und Erwachsene, die momentan viel Zeit zu Hause verbringen, Abwechslung und neue Aufgaben wünschen. Dennoch ist jetzt gerade nicht die richtige Zeit und der Anlass, um sich ein Tier anzuschaffen, so Keckeis: „Ein Tier ist weder ein Spielzeug oder Zeitvertreib für die Kinder noch ein Ersatz für temporär eingeschränkte Sozialkontakte.“

Ein Tier zu sich zu nehmen, ist eine weitreichende und langfristige Entscheidung, die nicht spontan getroffen werden darf. Egal ob Hund, Katze, Hamster, Kaninchen oder Ziervögel: Jedes Tier ist einzigartig und hat ganz spezielle Bedürfnisse. „Diese zu kennen und ein ganzes Tierleben lang erfüllen zu können, ist eine unbedingte Voraussetzung für jede Anschaffung eines Heimtieres“, betont Keckeis.

In der gegenwärtigen Situation ist besonders zu bedenken, dass auch Tierhalterinnen und -halter wieder in einen Alltag mit Arbeit ohne Home-Office, Schule, anderen Freizeitaktivitäten und Verpflichtungen zurückkehren werden, und dass die derzeitigen Einschränkungen auch Folgen nach sich ziehen, die auf das Haushaltseinkommen Einfluss haben könnten.

Allen Tierliebenden empfiehlt Karin Keckeis in der aktuellen Lage:
- Nutzen Sie die Zeit, um sich über die Bedürfnisse und gesetzlichen Vorgaben für das Tier Ihrer Wahl auseinanderzusetzen, und wenn die Entscheidung nach reiflicher Überlegung gefallen ist, dann gilt: Kaufen Sie niemals ein Tier im Internet!

Erkundigen Sie sich bitte immer zuerst im Tierheim oder bei Vereinen mit Pflegeplätzen, ob ein für Sie passendes Tier dort auf ein neues Zuhause wartet. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Tiervergabe im Vorarlberger Tierschutzheim derzeit nicht stattfindet und es auch keine Möglichkeit für Besuche gibt!

- Helfen Sie anderen Tieren und Tierbesitzern, die gerade Unterstützung bei der Versorgung ihrer Lieblinge benötigen:
Bieten Sie Menschen Hilfe an beim Gassi gehen, oder beim Einkauf von Tierfutter, die dies zurzeit selbst nicht tun können/sollten. Beachten Sie dabei jedoch unbedingt alle aktuell empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen!

Der Österreichische Tierschutzverein hat die Facebook Gruppe „Notfall Tierbetreuung Österreich“ ins Leben gerufen. In dieser Gruppe können sich Menschen österreichweit vernetzen, um im Ernstfall eine Versorgungsmöglichkeit oder Pflegestelle für ihr Haustier zu finden. www.facebook.com/groups/NotfallTierbetreuungOesterreich/

- Unterstützen Sie das Vorarlberger Tierschutzheim oder Tierschutzorganisationen und -vereine, die sich weiterhin um das Wohl der Tiere kümmern. Sach- und Geldspenden werden benötigt, um den Schützlingen den Ausnahmezustand so stressfrei wie möglich zu gestalten. Das Vorarlberger Tierschutzheim vermittelt derzeit keine Tiere, nimmt aber in Notfällen Fund- und Abnahmetiere auf.

Rückfragehinweis für Medien:
Karin Keckeis, Tierschutzombudsfrau Vorarlberg
Telefon 0043 5574 511 42070

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