Währing
Die Kunst der Erinnerung

Val Wecerka in ihrem Atelier am Währinger Gürtel.
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  • Val Wecerka in ihrem Atelier am Währinger Gürtel.
  • Foto: Brunnbauer
  • hochgeladen von Davina Brunnbauer

Die Künstlerin Val Wecerka verarbeitet Briefe und Schriften in unterschiedlichen Materialien und Oberflächen.

WÄHRING. Punsch und Inspiration für das Auge gab es bei der Eröffnung von Val Wecerkas Atelier am Währinger Gürtel 75. Die aus Bulgarien stammende Künstlerin lud Kunden, Freunde und Kollegen zur Punschvernissage. Ausgestellt waren die Arbeiten der letzten vier Jahre.
Wecerkas Kunstwerke sind abstrakt sowie figurativ und sie experimentiert mit verschiedenen Materialien und Oberflächen.

Abstrakte Kunst

Wie ein roter Faden zieht sich die Erinnerung als Motiv durch die Werke. "Ich glaube, dass Kunst viel mit Erinnerung zu tun hat. Man will Vergangenes verarbeiten und loswerden", erklärt die Künstlerin. Seit 20 Jahren bearbeitet sie dafür als Motiv Briefe auf verschiedenste Art und Weise. Der Ausgangspunkt waren Briefe zwischen ihr und ihren Eltern, mit denen sie nach ihrem Umzug nach Wien im Jahr 1992 kommunizierte. Sie waren als Erinnerung für sie sehr wertvoll – so integrierte sie die Schreiben in ihre Kunst.

Aus den persönlichen Briefen nimmt sie Schriften und Zeichen und wandelt diese ab. "Das Ziel ist es, den Inhalt wegzulassen und sich auf das Äußere zu konzentrieren. Denn Gefühle kann man oft nicht beschreiben", erzählt Wecerka. Auch Briefe von anderen Personen, etwa Sigmund Freud, Albert Einstein oder Anne Frank, verwendet die Künstlerin. Sie abstrahiert die Bestandteile und macht sie unleserlich oder collagiert sie mit Zeitungen, um dadurch ganz neue Objekte zu erschaffen. In ihrer Galerie präsentiert Wecerka eine Auswahl an Wandbildern und Textilien.

Porträts als neue Kunst

In der Serie "Monetas" arbeitet Val Wecerka die Porträts von Geldscheinen neu auf und druckt sie auf Pölster. Ein Beispiel ist das Porträt von Angelika Kauffmann vom 100-Schilling-Schein, deren Augen durch ihr Haar verdeckt sind. Dies sei auch eine Anspielung auf das aktuelle politische Geschehen. Bei ihren Besuchern will sie einen Wow-Effekt auslösen. Sie wünscht sich, dass ihre Werke Neugier bei den Betrachtern hervorruft.

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