Cottageviertel
Leben in einem der schönsten Grätzel Wiens

Die schönen Häuser im Cottageviertel zogen auch zahlreiche Prominente in die Außenbezirke wie Döbling und Währing.
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  • Die schönen Häuser im Cottageviertel zogen auch zahlreiche Prominente in die Außenbezirke wie Döbling und Währing.
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Im Cottageviertel leben rund 6.000 Menschen. Für deren Anliegen wurde sogar ein eigener Verein gegründet.

WIEN/WÄHRING/DÖBLING. Eine „Wohnoase“ an der Stadtgrenze Wiens plante Architekt Heinrich Freiherr von Ferstel im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Was sich damals noch gar nicht abzeichnete, hat sich mittlerweile als das Cottageviertel in den Außenbezirken Währing und Döbling etabliert. 1872 gründete Ferstel den „Wiener Cottage Verein“, der bestrebt war, den in überfüllten Mietskasernen lebenden Bürgern ein neues Zuhause zu schenken – fernab der oft heruntergekommenen Unterkünfte, die im Wien der Jahrhundertwende das Stadtbild beherrschten und die Lebensqualität vehement beeinträchtigten. „Währing und Döbling waren zu dieser Zeit brachliegendes Land an der Peripherie Wiens. Aufgrund spärlicher Verkehrsanbindungen schwer zu erreichen und daher für viele keine Option als Wohnort“, sagt Thomas Feiger, Präsident des Wiener Cottage Vereins.

Neues Konzept

Mit einem ausgeklügelten Wohnkonzept, angelehnt an das Modell englischer Gartenstädte, errichtete Ferstel unter der Leitung von Baudirektor Carl von Borkowski zahlreiche villenartige Häuser im Stil des Historismus und Jugendstils mit wunderschönen Gartenanlagen. „Freilich gab es bei diesem einzigartigen Projekt einige Vorgaben, welche erfüllt werden mussten, so durften die Bauten höchstens zweistöckig errichtet werden, ein Mindestabstand zur Nachbarvilla musste eingehalten werden und die Wohnhäuser jeder Gruppe sollten ein Viereck entstehen lassen, in dessen Mitte die Häusergärten einen größeren Grün- und Gartenkomplex bilden“, erklärt Feiger.
Klarerweise zog das Cottage viele Künstler und Persönlichkeiten an, die frei von Lärm und üblen Gerüchen ihrer kreativen Arbeit nachgehen konnten. Arik Brauer, „Jopi“ Heesters, Peter Alexander, Leopold Figl, Arthur Schnitzler und Emmerich Kálmán waren nur einige der zahlreichen berühmten Bewohner des Cottage.

Das Cottage-Areal umfasst eine Fläche von 1,05 Quadratkilometern mit 620 Gebäuden und rund 6.000 Bewohnern. Als Cottageviertel wird das Gebiet innerhalb der Straßenzüge Gymnasiumstraße, Haizingergasse, Edmund-Weiß-Gasse, Severin-Schreiber-Gasse, Hasenauerstraße, Gregor-Mendel-Straße, Peter-Jordan-Straße, Dänenstraße, Hartäckerstraße, Chimanistraße und Billrothstraße bezeichnet. Seine Grenzen sind bis heute ganz genau festgelegt.

Jubiläum im nächsten Jahr

Heute versteht sich der, ohne jegliche politische und konfessionelle Ausrichtung tätige Verein als Interessensgemeinschaft für die Anliegen seiner Mitglieder und feiert nächstes Jahr sein bereits 150-jähriges Bestehen. Dazu sind auch einige Veranstaltungen im so berühmten "Koteesch" geplant.

Infos zu geführten Rundgängen unter www.cottageverein.at

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