06.10.2014, 00:30 Uhr

Währing: Beschädigungen durch Graffitis nehmen zu

Gymnasiumstraße: Sachbeschädigung durch Graffiti ist ein urbanes Problem. (Foto: Huf)

Die Aufklärungsquote ist gering, die Schäden – auch in Währing – gehen jährlich in die Millionenhöhe.

WÄHRING. 4.585 Anzeigen gab es im Vorjahr wegen illegaler Besprayungen. Mehr als die Hälfte aller Delikte wurde in Wien angezeigt, betroffen ist auch der 18. Bezirk. Die Aufklärungsquote liegt "nur" bei rund 20 Prozent, die Schäden gehen jährlich in die Millionenhöhe.
"Die Täter sind sich in sehr vielen Fällen sehr wohl bewusst, welches Delikt sie setzen und welche hohen Schäden sie anrichten. Sie planen ihre Aktionen, vermummen sich und einer steht Schmiere", so Herwig Lenz von der Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes. Die Ermittlungsansätze für die Polizei sind schwierig, die Täter agieren an dunklen, oft nur schwer erreichbaren Orten und sind eine eingeschworene Gemeinde.
"Dabei kann das Sprayen lebensgefährlich sein. Gerade bei U-Bahnen oder Bahnstrecken besteht Gefahr durch Hochspannungsleitungen oder heranfahrende Züge" warnt Lenz.

Schutz vor Graffiti

Grundsätzlich ist ein Schutz vor Graffiti mit Aufwand verbunden: Spezialanstriche, die das Entfernen der Motive erleichtern, oder unebene Oberflächen sowie farbenfrohe Wände können helfen, die Täter von ihrem Vorhaben abzuhalten. Auch eine begrünte Fassade und Licht in Kombination mit einem Bewegungsmelder schrecken Sprayer ab.
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