Blutspender sind im Sommer sehr gefragt

Pro Spende werden etwa 450 Milliliter Blut aus der Armvene abgenommen. Der Vorgang dauert rund zehn Minuten.
  • Pro Spende werden etwa 450 Milliliter Blut aus der Armvene abgenommen. Der Vorgang dauert rund zehn Minuten.
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  • hochgeladen von Philip Herzog

BEZIRK. Blut ist Notfallmedikament Nummer 1. Egal ob bei Unfällen, Operationen, Geburten, Krankheiten oder kleinsten medizinischen Eingriffen – der rote Lebenssaft wird ständig benötigt. Ein Krankenhaus in der Größe des Welser Klinikums benötigt rund 9.500 Blutkonserven im Jahr. "Grundsätzlich kann man sagen, dass der Bedarf in den letzten Jahren gesunken ist. Aber der Anspruch wird differenzierter, man braucht immer das passende Produkt für den jeweiligen Patienten", erklärt Werner Watzinger, kaufmännischer Direktor des oberösterreichischen Roten Kreuzes. Über das Jahr gesehen, sei es zwar möglich, den Bedarf an Blutkonserven mit Spenderblut abzudecken, besonders in den Sommermonaten könne es aber zu Engpässen kommen. "In der Urlaubszeit kommt es beispielsweise vermehrt zu Verkehrsunfällen, dann wird auch mehr Blut benötigt. Genau dann dürfen aber viele kein Blut spenden, weil sie selbst gerade im Ausland waren. Für uns ist es daher wichtig, dass die Leute vor dem Urlaub noch einmal zu uns kommen", appeliert Watzinger.

Problem der Haltbarkeit

Aus diesem Grund müssen Blutbanken vorausplanen. Das wird allerdings durch die Tatsache erschwert, dass Blut nicht ewig haltbar ist. Eine rote Blutkonserve kann 42 Tage verwendet werden, am 43. Tag wird sie vernichtet. Blutplättchen, die sogenannten Thrombozyten, sind sogar nur fünf Tage haltbar. Sie werden für Krebspatienten benötigt. Der Bedarf ist laut Watzinger in den letzten Jahren deutlich gestiegen und macht mittlerweile rund 20 Prozent aller Blutspenden aus. Die generelle Spendenbereitschaft in der Bevölkerung sei hoch. 300.000 registrierte Spender gibt es in Oberösterreich. Zwei Drittel von ihnen ließen sich in den letzten zehn Jahren zumindest einmal Blut abnehmen. Spender müssen einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Kürzliche Auslandsaufenthalte, frische Tätowierungen, Piercings oder Impfungen sind ein K.o.-Kriterium.

Blutgruppe Null Negativ gefragt

Pro Person und Spende werden etwa 450 Milliliter Blut aus der Armvene abgenommen. Bis im Notfall die richtige Blutgruppe bestimmt ist, kann es bis zu 30 Minuten dauern. Ist das zu lange, wird eine Notfallkonserve der Blutgruppe Null negativ verabreicht. Menschen mit dieser Blutgruppe sind Universalspender. Das Problem: "Rund 6,3 Prozent der Spender haben diese Blutgruppe, wir benötigen aber zehn Prozent." Auch das steigende Alter der Bevölkerung ist ein Thema: "Durch die Medizin werden die Menschen heute immer älter. Viele über 65-Jährige benötigen Blut, dürfen selbst aber nicht mehr spenden. Daher sind wir künftig verstärkt auf die Spendebereitschaft der jungen Generation angewiesen", so Watzinger.

Die kommenden Termine in Wels und Wels-Land:

Thalheim: 25. Juni, von 15.30 bis 20.30 Uhr in der Volksschule
Stadl-Paura: 26. Juni, von 15.30 bis 20.30 Uhr in der Neuen Mittelschule
Pichl: 2. Juli, von 15.30 bis 20.30 Uhr in der Neuen Mittelschule
Eberstalzell: 18. Juli, von 15.30 bis 20.30 Uhr im Altenheim
Marchtrenk: 23. und 24. Juli, von 15.30 bis 20.30 Uhr im Siedlerverein
Pennewang: 7. August, von 15.30 bis 20.30 Uhr im Feuerwehrhaus
Weißkirchen: 13. August, von 15.30 bis 20.30 Uhr im Foyer der Volksschule
Sattledt: 14. August, von 15.30 bis 20.30 Uhr in der Alten Schule

Weitere Termine unter 0732 777 000262 oder im Internet auf www.blut.at.

Autor:

Philip Herzog aus Wels & Wels Land

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