Von Trump bis Wels-Land
Warum Marchtrenk in den Epstein Files vorkommt
- Kurios: Sogar das beschauliche Marchtrenk findet sich – völlig schuldlos – in den Epstein Files.
- Foto: Stadtgemeinde Marchtrenk/U.S. Departement of Justice/Grafik: MeinBezirk Ursula Kohlberger
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Die sogenannten Epstein Files machen weltweit Schlagzeilen. Im Zentrum stehen vor allem prominente Namen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – Donald Trump, Bill Clinton oder Prinz Andrew. Immer wieder tauchen aber auch österreichische Namen in unterschiedlichen Zusammenhängen darin auf. So wurde etwa Ex-Kanzler Sebastian Kurz in Berichten genannt, ebenso wie ein österreichischer Wissenschaftler, der offenbar engen und fragwürdigen Kontakt zu Epstein pflegte. Und sogar eine Marchtrenker Firma kommt – völlig schuldlos – in den Millionen von Unterlagen vor.
MARCHTRENK. In den veröffentlichten E-Mails finden sich verstörende Nachrichten, unter anderem an Epstein selbst oder an dessen Vertraute Ghislaine Maxwell.
"Froh niemanden getötet zu haben"
In einer Mail an Maxwell schrieb der Österreichische Wissenschafter wohl nach einem Besuch auf Epsteins berüchtigter Privatinsel:
"Dear Ghislaine,
many thanks again for your hospitality. I am so very sorry I caused you so much worry and that I spoilt this day. I am so happy that I did not kill anybody. My perspective of life has changed somehow...
lots of love"
Übersetzung:
"Liebe Ghislaine,nochmals vielen Dank für deine Gastfreundschaft. Es tut mir sehr leid, dass ich dir so viel Sorge bereitet und diesen Tag ruiniert habe. Ich bin so froh, dass ich niemanden getötet habe. Meine Sicht auf das Leben hat sich irgendwie verändert...
Ganz liebe Grüße"
Ein anderes E-Mail-Zitat zeigt die erschreckende Direktheit des Wissenschaftlers, der Epstein selbst schrieb:
"Did you torture her?"
Übersetzung:
"Hast du sie gefoltert?"
Anfrage an Marchtrenker Firma
- Eine Mitarbeiterin Epsteins hatte 2011 Interesse an einer Dusche aus Marchtrenk für ein Haus des Unternehmers in Florida.
- Foto: US. Departement of Justice
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Doch die Files zeigen auch ungewöhnliche, harmlose Verbindungen nach Österreich – und das sogar bis ins beschauliche Marchtrenk. Der Grund: Eine Mitarbeiterin von Epsteins Organisation erkundigte sich 2011 bei einer Marchtrenker Firma nach einer Dusche für ein Haus des Unternehmers in Florida. Der zuständige Verkäufer antwortete sachlich und ausführlich, erläuterte die Produktqualität, Lieferzeiten (ca. vier Wochen) und schickte die gewünschten Informationen.
- Höflich und korrekt bekam die Epstein Mitarbeiterin von der Marchtrenker Firma ein Angebot, Produktbroschüren und die Zusage innerhalb von ca. vier Wochen nach Übersee liefern zu können.
- Foto: US. Departement of Justice
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