17.05.2016, 12:27 Uhr

Startschuss für Magistratsreform gefallen

Weniger Bürokratie und eine modernere, effizientere Verwaltung, so das Ziel. (Foto: Archiv)

Meinungen und Ideen der Welser Bürger sollen einbezogen werden.

WELS. Mit der ersten Sitzung des politischen Lenkungsausschusses unter der Leitung von Bürgermeister Andreas Rabl ist nun der Startschuss für die Welser Magistratsreform gefallen. Begleitet wird dieser Prozess von der ICG Integrated Consulting Group GmbH. Neben den politischen Vertretern werden nun acht interne Kerngruppen Reformvorschläge erarbeiten. Dabei ist auch die Meinung der Welser Bürger gefragt: Diese können ab sofort online auf der Startseite von www.wels.gv.at sowie direkt beim Bürgercenter im Rathaus ihre Ideen für eine bürgerfreundlichere und effizientere Stadtverwaltung abgeben.

Umsetzung noch 2016

Nach Prüfung der eingegangenen Vorschläge auf ihre Umsetzbarkeit soll mit der ICG ein Potenzialkatalog samt Aufgaben- und Produktkritik erstellt werden. Dieser Prozess soll bis Ende August abgeschlossen sein. Danach wird es im Zuge politischer Diskussionen und unter nochmaliger Bürgerbeteiligung im Herbst dieses Jahres, zur Beschlussfassung im Gemeinderat kommen, sodass noch 2016 mit der Umsetzung begonnen werden kann. „Die Einbeziehung der Bürger in den Prozess der Magistratsreform ist mir sehr wichtig. Denn diese wissen aus eigener Erfahrung, wo es gut läuft und wo es Verbesserungsbedarf gibt, beziehungsweise welche städtischen Leistungen für sie sehr wichtig und welche weniger wichtig sind. Ich hoffe daher auf zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung", so Bürgermeister Rabl. Fraktionsobmann GR Georg Parzmayr meint: „Eine Analyse der Leistungen der Stadt Wels unter professioneller Begleitung durch die ICG ist ein wichtiger Baustein für eine Neuausrichtung. Die Stadt soll ein moderner, effizienter Dienstleister für die Bürger werden. Nur durch Einsparungen können auch künftig Projekte zum Wohl der Bürger umgesetzt werden.“„Mit der Strukturreform soll es gelingen, den Abbau der Bürokratie weiter voranzutreiben, um eine modernere und effizientere Verwaltung für die Welser zu schaffen. Reformen wie diese dürfen allerdings nicht zu Lasten der Bevölkerung gehen oder auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Wir werden diesen Prozess konstruktiv, aber auch kritisch begleiten", meint Fraktionsobmann GR Stefan Ganzert. „Eine Reform ist dringend notwendig, um die Lebensqualität, die Infrastruktur und den Wirtschaftsstandort Wels langfristig absichern zu können. Die Bürokratie soll dem Bürger dienen und nicht umgekehrt. Daher muss das Bürgerservice im Vordergrund stehen, damit die Welser einen Nutzen aus der Reform ziehen“, so Fraktionsobmann GR Markus Wiesinger.
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