Vorwurf
"Menschenhatz" im Völser Ortsteil Werth

<f>Im Völser Ortsteil Werth</f> kam es zu einem Begegnung zwischen einem Mann und einheimischen "Freizeitpolizisten".
  • <f>Im Völser Ortsteil Werth</f> kam es zu einem Begegnung zwischen einem Mann und einheimischen "Freizeitpolizisten".
  • Foto: Hassl
  • hochgeladen von Manfred Hassl

"Menschenhatz" ist ohne Zweifel ein Begriff, mit dem man immer und überall eher vorsichtig umgehen sollte. Familie S. (Name und Anschrift der Redaktion bekannt) aus Völs findet aber keinen anderen Ausdruck für das, was ihrem Enkel vor kurzem widerfahren ist und macht ihrer Empörung über das Verhalten mancher Landsleute Luft.

Hausnummernsuche

Mitte Dezember war der junge Mann gegen 19 Uhr im Ortsteil Werth im Osten der Marktgemeinde unterwegs, um einen Freund zu besuchen. Die Hausnummer war zwar bekannt, die Suche gestaltete sich für den Ortsunkundigen jedoch etwas mühsam, weshalb er da und dort auch näher an die Häuser herangehen musste. Die ersten Begegnungen mit Einheimischen verliefen freundlich und es gab auch einige Hinweise. Dann kam es aber zu zwei Erlebnissen, die dem Mann in unliebsamer Erinnerung bleiben werden.

Foto- und Filmaufnahmen

"Plötzlich stoppte ein Fahrzeug unmittelbar und in beängstigender Art und Weise vor unserem Enkel", erzählen die geschockten Großeltern. "Der Fahrer sprang heraus, fotografierte und filmte ihn und kündigte an, sogleich die Polizei informieren zu wollen!" Damit nicht genug: Kurz darauf wiederholte sich die Szene mit einem weiteren offensichtlich "besorgten Freizeitpolizisten"! Die Situation schien sich zu entspannen, als ein weiterer Einheimischer die gewünschte Auskunft nach dem richtigen Weg gab.

Richtige Polizeikontrolle

Dass die "unliebsamen Begegnungen" damit aber noch nicht beendet waren, zeigte sich wenig später. Polizeibeamte erschienen in der Wohnung des Freundes und gingen dem Hinweis, der wie angedroht eingegangen war, in Erfüllung ihrer Dienstpflicht nach. Im Anschluss an die Ausweiskontrolle und der Aufklärung des Sachverhaltes war die Causa dann zwar schnell erledigt, ein bitterer Nachgeschmack bleibt aber allemal, so Familie S.: "Für selbsternannte Hüter von Recht und Ordnung genügen heutzutage anscheinend schon dunkle Haare und ein dunkler Bart, um eine menschenverachtende Hatz zu veranstalten. Unser Enkel lebt in Berlin und es handelt sich um einen wohlerzogenen und freundlichen Mann, der sich nichts anderes zuschulden kommen hat lassen, als eine Auskunft zu erbitten. Es ist schon mehr als verwunderlich, dass es bei uns Menschen gibt, die sich zu solchen Handlungen hinreißen lassen!"

Weitere Berichte finden Sie auf www.meinbezirk.at/westliches-mittelgebirge

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