Jubiläum
Herzlichen Glückwunsch: Didi Constantini wird 65!

Didi Constantini auf "Geburtstagsbesuch" bei Marianne Hengl, mit der in viele Geschichten verbinden.
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  • Didi Constantini auf "Geburtstagsbesuch" bei Marianne Hengl, mit der in viele Geschichten verbinden.
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Man soll mit solchen Behauptungen immer vorsichtig sein – aber in diesem Fall ist es mit Fug und Recht angebracht: Es gibt wohl niemanden in Tirol, der Didi Constantini nicht kennt. Jetzt feiert "der Didi" seinen 65. Geburtstag – und die Schar der Gratulanten, die zumindest an ihn denken, wird dementsprechen groß sein!

Vollblutfußballer und Talentescout

Ein Vollblutfußballer – so durfte der Autor dieser Zeilen den am 30. Mai 1955 geborenen Didi Constantini vor langer Zeit beschreiben. Sein Leben wurde vom Fußball geprägt – und er prägte auch den Fußball. Sowohl als Spieler als auch als Trainer (in diesem Amt brachte er es bis zum österreichischen Teamchef) feierte er unzählige Erfolge und blickt auf viele großartige Stationen zurück. Unfassbar groß ist auch die Zahl jener Talente, die Didi zum Fußball brachte – seine Fußballcamps, in denen er all sein Wissen zusammen mit vielen Kollegen einbringt, sind ebenso ein Vorbild für jungen Kicker wie Didi selbst!

Der Höhepunkt seiner Trainerkarriere war die Berufung zum ÖFB-Teamchef!
  • Der Höhepunkt seiner Trainerkarriere war die Berufung zum ÖFB-Teamchef!
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Kumpel für alle

Ein herausragendes Merkmal darf man so zusammenfassen: Didi Constantini ist ein Kumpel für alle. Auch der Berichterstatter durfte ihm als Fußballer, als Trainer und auch als "Kollegen" in seiner Funktion als gelegentlicher BEZIRKSBLÄTTER-Kolumnist über viele Jahre begegnen. Es gab nie einen Hauch von Starallüren, sondern stets gute Laune und Freundlichkeit auf allen Linien. Dass er auch mit seiner schweren Krankheit offen und aufrecht an die Öffentlichkeit gegangen ist, entspricht seinem hervorragenden Charakter.
Man könnte noch so vieles schreiben, aber am wichtigsten ist eines: "Lieber Didi, im Namen von ganz sicher vielen, vielen Fußballfans und "Didi-Fans" von Herzen herzlichen Glückwunsch, alles Gute und vor allem Gesundheit!"

Eine kleine Didi-Geschichte

Wie gesagt: Vieles könnte erzählt werden – aber eines sollte auch noch geschrieben werden. Didi Constantini ist auch ein guter Freund von Marianne Hengl, die er vor kurzem in ihrem Büro besuchte. Im Buch "Berührende Begegnungen" von Marianne Hengl findet sich eine Kurzgeschichte mit dem Titel "Didi Constantini und seine kleine Verehrerin", die wir hier im Original wiedergeben wollen:

Es war im Herbst 1976, als die Spieler Peter und Friedl Koncilia., Bruno Pezzey und ich eine Einladung in das Förderungszentrum nach Axams bekommen haben. Wir wurden gebeten, ungefähr zwei Stunden mit den Buben und Mädchen zu plaudern und Autogramme zu schreiben. Wir sagten spontan zu.
Schon bei der Ankunft war die Herzlichkeit, die uns von den Kindern entgegengebracht wurde, überwältigend. Wir saßen auf einer Art Podium, um von unseren Fußballerlebnissen zu berichten. Es war eine sehr amüsante, gute Stimmung mit viel lustigen Fragen.
Ich saß auf der Seite des Podiums und die ganze Zeit flirtete ein ca. achtjähriges Mädchen mit mir, während die anderen Fragen beantworteten. Auch auf mein Erklären hin, dass wir zuhören sollten, ließ sich das liebe Mädel nicht davon abhalten, mit mir zu plaudern.

Nachdem wir alle Fragen beantwortet hatten, gingen wir durch die Reihen und verteilten Autogrammkarten. Ich werde einen Augenblick mein ganzes Leben nie vergessen. Als ich in der dritten Reihe einem Kind eine Karte gegeben hatte, wendete ich mich dem Nächsten zu und stand wie angewurzelt vor ihm und wusste nicht, wie ich dem Jungen, der keine Hände hatte, die Karte geben sollte. Auf sein Augenzwinkern hin, steckte ich ihm das Foto zwischen Schulter und Kopf, so saß er noch einige Zeit, bis wir wieder gingen.
Es waren unheimlich bewegende Augenblicke an diesem Nachmittag.

Jahre später, als ich beim FC Tirol als Trainer gearbeitet habe, hatte ich gemeinsam mit meinem Co-Trainer Heinz Peischl die Idee, mit unserem gesamtem Team nach Axams zu fahren und den Kindern einen Besuch abzustatten.
Als wir ankamen, wurden wir von einem Mädchen im Rollstuhl begrüßt und über die Gegebenheiten in der Anlage aufgeklärt. In derselben Minute huschte ein Junge ohne Beine, nur auf den Händen gestützt an uns vorbei. Einige Spieler reagierten etwas reserviert, das sollte sich aber in den folgenden zwei Stunden ändern. Eine Gruppe ging mit mir und einigen Spielern Rodeln und die andere Gruppe spielte mit Heinz Peischl und den Rest an Spielern Boccia.
An den Reaktionen der Spieler bemerkte ich, dass uns die Kinder mit ihrer Herzlichkeit mehr gegeben hatten als wir ihnen. Es war ein unglaublich wertvolles Erlebnis mitzuerleben wie sekundär eine Behinderung ist, wen man den Menschen respektiert, so wie er ist.
Der Tupfen auf dem i war zu guter Letzt, dass dieses Mädchen im Rollstuhl, das uns empfangen hat, das selbe Mädchen war, wie jenes, mit dem ich 15 Jahre vorher während unseres ersten Besuches geflirtet habe ...

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Autor:

Manfred Hassl aus Westliches Mittelgebirge

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