05.12.2017, 14:39 Uhr

Grüner Protest gegen Deponiepläne

Die Grünen haben mehrere Planskizzen angefertigt, um einen besseren Überblick bieten zu können. (Foto: Grüne Völs)

Völser Grüne haben viele Argumente, die die Ablehnung jeglicher Deponiepläne in Götzens untermauern!

Die Fa. Platter & Co plant östlich und nördlich des Vellenberg bis unter den derzeitigen Forstweg/Rodelweg (Weg Richtung Vellenberg) eine Deponie. In Völs spricht sich nicht nur GR Franz Köfel energisch dagegen aus (Bericht siehe HIER). Auch die Völser Grünen melden gegen das Vorhaben Bedenken an. Um die Situation auch bildlich darstellen und einen Überblick geben zu können, wurden anhand der bisher vorliegenden Informationen Lagepläne angefertigt.

Argumente gegen die Deponie

Am 23.11. wurde im Völser Gemeinderat darüber abgestimmt, ob die geplante Deponie im Bereich Vellenberg  befürwortet  wird. ÖVP, SPÖ und FPÖ haben dafür gestimmt, die Grünen und Franz Köfel votierten dagegen. Die Gemeinde Völs wäre mit zwei Grundstückenü betroffen. Die Argumente haben die Völser Grünen in einer Aussendung zusammengefasst.
Aus grundsätzlichen Erwägungen sollte Bodenaushub und Baurestmassen (Beschreibung laut GR-Einladung, detaillierte Spezifikationen wurden nicht bekanntgegeben) möglichst wiederverwertet und nicht deponiert werden. Die Dimension der geplanten Deponie ist für die Grünen mit bis zu 400.000 m3 (ca. 80.000 Lkw-Fahrten bis zur endgültigen Füllung) erheblich. Der bestehende Forstweg/Rodelweg würde ebenso verlegt wie bestehende Wasserläufe. Die nächsten Anrainer sind weniger als 200m entfernt – für die Grünen bedeutet dies zusätzliche Lärmbelästigung und Verkehrsaufkommen!

Mehr Fragen als Antworten

Weiters würde der bisher vorliegende Vertragsentwurf mehr Fragen aufwerfen als Antworten bieten, heißt es in der Aussendung der Grünen weiter: Die Führung des Forst-/Rodelweges während dem Bestehen der Deponie (25 Jahre!) sei nicht geregelt. Es wäre nur eine Kaution der Einnahmen von einem Jahr festgelegt, das sind nach dzt Informationsstand lediglich 40.000 EUR! Wenn nachträglich saniert werden müsste, würde die Gemeinde bzw. die öffentliche Hand (siehe Deponie Riederberg) zu bezahlen haben. Konkrete Pläne betreffend einer Zufahrt zur Deponie würden ebenso fehlen wie eine Betankungseinrichtung. Nicht zuletzt ist für die Grünen unklar, mit welchen Einnahmen die Gemeinde rechnen kann, da nur Einbringvorgänge verrechnet werden – reine Umlagerungen (also wenn beispielweise eine Abfallsortieranlage entsteht) brächten keine Einnahmen.
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