16.01.2018, 20:15 Uhr

Polizei warnt erneut vor Telefon-Trickbetrügern

In der letzten Zeit häufen sich wieder Anrufe bei älteren Menschen durch Betrüger, die sich als Polizisten ausgeben und versuchen, sich das Vertrauen erschleichen.
Achtung: Unter Umständen wird – um dem Anruf mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen – durch technische Tricks auf dem Telefondisplay des Angerufenen eine Telefonnummer der Polizei angezeigt.

Verschiedene Szenarien: Meistens geben die Täter vor, von der Polizei zu sein und gegen eine internationale Tätergruppe zu ermitteln oder es lägen Hinweise auf geplante Straftaten (Einbruch, Betrug) vor, wobei die/der Angerufene Ziel der Täter sein soll. An dieser Stelle versuchten die rhetorisch gut geschulten Anrufer die Opfer zur Preisgabe sensibler Daten (z.B. Bankverbindungen, Kontostände, Sparguthaben, Schließfächer) und/oder zur Herausgabe von Wertsachen (Bargeld, Schmuck) zu bewegen.

Geheimhaltung: Um die „Ermittlungen nicht zu gefährden“ wird Stillschweigen vereinbart. Gelingt der Trick, werden Mittäter losgeschickt, um die Beute direkt beim Opfer oder oftmals auch an einem zuvor vereinbarten Versteck abzuholen.

Perfide Vorgehensweise bei Opferauswahl:
Die Täter suchen mit Computerhilfe in Telefonverzeichnissen systematisch nach Personen mit Vornamen, die auf ein höheres Lebensalter schließen lassen. Die Betrüger spekulierten darauf, dass ältere Menschen besonders leicht auf sie hereinfallen.

Präventionstipps:
· Geben Sie niemals telefonisch vertrauliche Informationen – insbes. persönliche und finanzielle Verhältnisse – an Unbekannte weiter, auch wenn sie behaupten, Mitarbeiter offizieller Stellen (z.B. Polizei, Staatsanwaltschaft) zu sein.
· Die Polizei wird Sie niemals telefonisch auffordern, Geld von Ihrem Konto abzuheben / zu überweisen, oder Schmuck herauszugeben.
· Vertrauen Sie nicht der im Telefondisplay angezeigten Rufnummer. Lassen Sie sich vom Anrufer Namen, Dienststelle und Telefonnummer geben und rufen sie selbst auf der Dienststelle an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer im Telefonbuch (oder Internet).
· Melden Sie verdächtige Wahrnehmungen sofort der Polizei (Notruf 133).
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