Starkes Stück für Verliebte

Im Gespräch mit der BZ: Gudrun Tielsch, Gregor Razumovsky.
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  • hochgeladen von Lukas Neukirchner

Im Theater Akzent darf man sich auf einen Klassiker freuen. Die Schauspieler des Ensemble Razumovsky führen unter der Regie von Reinhard Göber Johann Wolfgang Goethes „Stella“ auf.

Kulturförderung ist Tradition in der Adelsfamilie und so führte Gregor, Sohn von Andreas Razumovsky, die 2002 gegründete „Razumovsky-Gesellschaft für Kunst und Kultur“ weiter. Auf Anregung von Stella-Darstellerin Gudrun Tielsch vereinte Razumovsky ein eingespieltes Schauspielerteam und macht damit dem guten Namen der Familie alle Ehre.

„Die Arbeit macht mir Spaß“
„Ich hole Musiker ins Land, damit sie ihr Potenzial entfalten können. Viele meiner Schützlinge haben jetzt fantastische Karrieren, manche sogar in Übersee,“ erzählt Razumovsky über sein Engagement. „Das mache ich freiwillig, das ist nicht mein Job. Es macht wirklich Spaß“. Mit dem Ensemble beschreitet er persönlich neue Wege. Theater, die Bretter, die die Welt bedeuten, sind für ihn relatives Neuland.
Nicht so für Gudrun Tielsch, jetzt Vizepräsidentin des Razumovsky Ensembles. Die Schauspielerin hat mit Regisseur Göber bereits in Saarbrücken zusammengearbeitet. „Ich wollte die Schauspieler an einen Ort vereinen. Gregor hat’s ermöglicht, dass wir mit alten Freunden, die in Wien leben, zusammen auftreten können“, so Tielsch. „Stella“, das Schauspiel für Liebende, wurde bereits im Linzer Posthof und im Waldviertler Hoftheater gezeigt. Hakon Hirzberger, Irene Christ, Julia Rosa Stöckl und Gudrun Tielsch verkörpern Goethes Meis­terwerk wieder am 3. November im Akzent. „Wir sind wahnsinnig froh über diese Möglichkeit,“ so Razumovsky.

Stück hat aktuellen Bezug
Neben dem Jugend-Abo für die Altersgruppe ab 12 Jahre möchte man mit Stücken zeitloser Bedeutung auch Teenager begeistern. „Das Stück ist hochaktuell! Es geht um die starken Emotionen und Konzepte von intimen Beziehungen. Die Beziehungskiste in ‚Stella‘ würde man im heutigen Jahrhundert eine Patchworkfamilie nennen“, erklärt Razumovsky den neuen aktuell-kulturellen Wert des Goethe-Klassikers.
Die Aufführung hat jedoch keinen Bildungsauftrag und wird nicht krampfhaft modernisiert. Eine Besonderheit ist aber hervorzuheben: „Unsere Aufführung dauert nur eine Stunde“, merkt Tielsch an. Regisseur Göber könnte hier metaphorisch auf die kurze Euphorie in der Liebe der heutigen Zeit anspielen.

Ehrgeizige Pläne für die Zukunft
Die Zukunftspläne des Razumovsky-Ensemble sind so ehrgeizig wie sie geheim gehalten werden. „Soviel können wir sagen: Wir möchten mehrere Projekte auf einmal laufen haben, die sich überlappen sozusagen.“ So Razumovsky. Tielsch fügt hinzu: „Wir möchte auch Uraufführungen machen. Besonders würde ich mich über Zusammenarbeit mit dem Autor und Regisseur Martin Kolosz freuen“.
Tickets und Infos zu „Stella“ gibt es unter www.akzent.at

Autor:

Lukas Neukirchner aus Favoriten

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