Ibiza Video
Untersuchungshaft gegen drei Verdächtige

Das Wiener Landesgericht verhängt über die nach Razzien in Wien und Salzburg festgenommenen Personen Untersuchungshaft.

ÖSTERREICH. Am Donnerstagnachmittag wurde gegen drei Verdächtige, die am Dienstag in Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um die Produktion des „Ibiza-Videos“ festgenommen wurden, U-Haft verhängt. Das gab das Wiener Landesgericht für Strafsachen bekannt.

Das Gericht nannte weiterhin keine Details zu den Personen. Der Grund: Es handle sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren. Über die konkreten Vorwürfe wurde ebenfalls nichts bekanntgegeben. Mehrere Medien berichteten vorab über eine veröffentlichte Festnahmeanordnung. Diese nennt unter anderem Nötigung, gefährliche Drohung, Urkundenfälschungen und Erpressung als Grund. Laut Straflandesgericht Wien wurden die verhängten Beschlüsse zur U-Haft nicht bekämpft. Sie sind bis zum 6. Dezember dieses Jahres wirksam.

Personen aus Umfeld von Detektiv

Die Personen waren am Dienstag nach Razzien in Wien und Salzburg festgenommen worden. Als Gründe für die Beantragung der Untersuchungshaft hatte die Staatsanwaltschaft bei zwei der Verdächtigen Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr angeführt. Bei der dritten Person bestehe zusätzlich Fluchtgefahr.

Medienberichten zufolge sollen die Verdächtigen aus dem Umfeld des Privatdetektivs H. stammen. Er trat als Begleiter der vermeintlichen Oligarchennichte auf. Außerdem sollen zu den den Verdächtigen der Geschäftsführer einer Consultingfirma sowie dessen Mitarbeiterin – die Ex-Freundin des Detektivs – zählen. Bekannt wurde außerdem, dass zwei der Festgenommenen, ein 39-jähriger Österreicher und ein 52-jähriger Serbe, in Salzburg wohnhaft seien.

FPÖ-Bericht falsch

Als falsch stellte sich eine Aussendung von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker da. Darin hatte er am Donnerstagvormittag mitgeteilt, dass "alle Verfahren gegen die FPÖ in der Causa Vereine und illegale Parteifinanzierung eingestellt" worden seien. „Rein juristisch ist diese Causa damit abgeschlossen“, so Hafenecker.

Die Wirtschafts- und Korruptionsanwaltschaft (WKStA) dementierte das wenig später. Es habe sich nichts geändert, sagte ein Sprecher heute zur APA. Offiziell gibt es weiterhin Ermittlungen gegen Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und die Ex-FPÖ-Abgeordneten Johann Gudenus und Markus Tschank.

Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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