Rodungen im Akademiepark lösen Empörung aus

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WIENER NEUSTADT (Bericht von Karl Kreska). Wieder einmal geben Schlägerungen von Bäumen im Akademiepark, diesmal sogar in großem Ausmaß, Anlass zu Ärger. Begonnen haben die Rodungen beim Akademiefriedhof. Laut Auskunft von Förster Wahlmüller haben dort Wurzeln von Bäumen Grabsteine und die Friedhofsmauer gefährdet. Dabei kam es auch zu massiven Rodungen außerhalb des Friedhofes, zur Günser Straße hin. Die Baumschnittfirma Kugler begründete dies mit der Gefahr durch das Eschensterben. Gefällt wurden aber auch massive Ahorne, bei denen am Stamm keine Schäden ersichtlich waren. Deswegen gab es auch Gespräche der Anrainer mit General Pronhagl, wegen fehlender Vorinformationen.

Bereits 2019 Rodungsplanungen

Bereits im März 2019 wurden geplante Rodungen in der „Tourenallee“ bekannt, wobei Förster Wahlmüller von zwei Mitarbeitern 120 Bäume, hauptsächlich Linden und Kastanien markieren ließ. Auf Anfragen bekamen Anrainer die Auskunft, dass für eine Sanierung der Bäume (genannte Schätzkosten Euro 70 000.--), kein Budget vorgesehen ist und deshalb eine radikale Abtragung der Bäume mit einer nachfolgenden Neupflanzung, und der geplante Rodungsbeginn unverzüglich nötig sei. Über die Neupflanzung gab es allerdings keine Kostenschätzung zu Vergleichszwecken.
Massive Stellungnahmen gegen die Abholzung waren die Folge. Anrainer und Passanten, beschwerten sich auch mit Anrufen und per e-mail bei der Akademieleitung, was schließlich zur Aussetzung der Rodungen führte und ein „Beirat“ gegründet wurde, dem unter anderem Vertreter
Von EVN, Militärakademie und Stadt Wiener Neustadt, angehören, die allesamt verantwortlich für Teilbereiche des Parks sind.
Schließlich wurde im Beirat ein Versprechen gegeben, dass Baumabtragungen nur nach einem kommissionellem Beschluss und nach Verständigung der Bevölkerung erfolgen würden.

Versprechen nicht eingehalten

Entgegen dieser Beschlüsse begannen im Mai ohne vorherigen Beschluss und ohne vorherige Verständigung der Bevölkerung Schlägerungsarbeiten zunächst beim Friedhof (siehe oben) und zwischen 20. Und 22. Mai ebenfalls ohne Vorankündigung und Kennzeichnung, wurden entlang des Kehrbaches mindestens sieben alte, mächtige und offensichtlich gesunde Kastanien entfernt.
Kurt Foit dazu: „Der Baumbestand vor der Rodung ist als Satellitenbild auf google maps deutlich erkennbar. Belegfotos vom 27. Mai, auf denen sich Freunde des Akademieparks an die Stelle der gerodeten Bäume stellten, zeigen deutlich die Rodungsstellen auf.
Weiters wurden im selben Zeitraum in der „Tourenallee“, zwischen Dajkoff- Tür und Fohlenhof
gezählte fünfundsechzig Bäume abgeholzt, vorwiegend Linden und Kastanien.

Verschleierungstaktik?

Allen Fällungen der letzten Woche ist gemeinsam, dass die Wurzelstöcke sofort entfernt
und die gefällten Bäume sofort entsorgt wurden. Man sieht also weder die klaffende Wunde des gefällten Stamms noch ob der Stammquerschnitt hohl oder gesund war.
So gründlich wurde hier noch nie gearbeitet.

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