26.09.2016, 10:44 Uhr

150 Jahre Wirtschaftsstandort Ortmann

Mit einem Festakt feierte das SCA-Werk Ortmann am Donnerstag, den 22. September das 150-jährige Bestehen des Industriestandortes im Piestingtal.
„SCA hat in die Wirtschaftskraft von Ortmann investiert. Wo früher schweißtreibende Akkordarbeit bei der Produktion an der Tagesordnung stand, arbeiten unsere Mitarbeiter heute an modernsten Produktionsanlagen. Auch der Umweltschutz hat heute naturgemäß einen viel höheren Stellenwert als in den Anfangszeiten des Industriestandorts. Wir setzen die globale Nachhaltigkeitsstrategie des SCA-Konzerns in Ortmann erfolgreich um und sind mittlerweile der größte EU-Ecolabel-Hygienepapierproduzent Europas“, sagte Werksleiter Andreas Greiner in seiner Festrede.

In einem auf dem Werksgelände für die Feierlichkeiten errichteten Festzelt drehte sich alles um Papier in seinen verschiedensten Formen: Vom Kartonwuzzler über Origamifiguren, die die Ortmann-Geschichte abbildeten, bis zur größten Toilettenpapierrolle der Welt begeisterten kleinere und größere Papier-Accessoires die Gäste. Ein Podiumsgespräch mit früheren und heutigen SCA-Managern verdeutlichte die Erfolgsgeschichte des Werks. Auch für unterhaltsames Rahmenprogramm war gesorgt: Der Autor und Hobbyhistoriker Adi Michel schilderte die Geschichte Ortmanns aus seiner Sicht. Musikalisch wurde der Abend vom Ensemble Charisma unter der Leitung von SCA-Ortmann Energiemanager Robert Hütter und von der Jazzcombo Diknu-Schneeberger-Trio abgerundet.

Lobende Worte auch von der Politik
Die Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus und Sport für Niederösterreich, Frau Dr.in Petra Bohuslav, lobte in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, SCA als einen Vorzeigebetrieb in der Region und betonte die tragende Rolle des SCA-Produktionsstandortes für das Industrieland Niederösterreich. „Das SCA Werk Ortmann ist nicht nur für das Piestingtal ein Vorzeigebetrieb, sondern auch für Niederösterreich. Dass ein Weltkonzern wie SCA auf den Standort setzt, ist eine Bestätigung unserer Wirtschaftspolitik. Außerdem kommen hier zwei Ressourcen zusammen, die wesentlich für die positive Entwicklung sind: einerseits das Vorhandensein von Rohstoffen wie Wasser, andererseits die motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Großteil aus der Region stammen. Außerdem ist man offen für neue Entwicklungen wie Industrie 4.0 um auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben“, hielt Wirtschaftslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav fest.

Der Erfolg der SCA in Ortmann zeigt, dass der Wirtschaftsstandort Niederösterreich ist unmittelbar mit dem Piestingtal verbunden, weil es hier zwei Ressourcen gibt, die wesentlich für die positive Entwicklung des Unternehmens sind: einerseits die natürliche Ressource der Piesting und andererseits die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ja zu einem Großteil aus dieser Region kommen.

Wichtiger Betrieb für die Region
Das Werk Ortmann im Piestingtal, welches heute vom globalen Hygiene- und Forstproduktehersteller SCA betrieben wird, blickt auf 150 Jahre Industrieproduktion zurück. Gebaut als Kunstwollfabrik werden hier heute Hygienepapiere für bekannte Marken wie Zewa, Cosy und Tork produziert. Mit 560 Mitarbeitern ist das Werk Ortmann gegenwärtig einer der größten Produktionsstandorte des global agierenden Konzerns.
Durch zahlreiche Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Gesundheitsförderungsprogramme konnte sich der Betrieb als bedeutender Arbeitgeber in der Region etablieren.

Anfänge im Jahre 1866 als Kunstwollfabrik
Die erste Produktionsanlage in Pernitz ging 1866 in Betrieb, als der namensgebende Textilkaufmann Ignaz Ortmann begann, Kunstwolle zu fertigen. Nach dem Verkauf an die Familie Bunzl im Jahr 1885 wurde das Werk 1917 schließlich zu einer Papierfabrik umgebaut. Seit 1995 gehört Ortmann zum SCA-Konzern und spezialisiert sich auf die Herstellung von Hygienepapierprodukten.
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