10.11.2017, 17:27 Uhr

Festnahme der "Reifenschlitzer" vom Knoten Steinhäusl

"Reifenstechertrick" bei der Autobahnraststätte Steinhäusl.

Die mutmaßlichen Trickdiebe wendeten den "Reifenstechertrick" unter anderem bei der Autobahnraststätte Steinhäusl an. Nun wurden sie in Kärnten geschnappt.

ST. PÖLTEN (red). Bedienstete der Landesverkehrsabteilung Niederösterreich, Polizeiinspektion St. Pölten AGM, ermittelten seit September 2017 gegen eine vorerst unbekannte Tätergruppe wegen Diebstählen mit dem "Reifenstechertrick" entlang der Westautobahn in Niederösterreich.

Die unbekannten Täter stachen am 13. September 2017 bei einem Pkw bei der Autobahnraststätte Steinhäusl ein Reifen auf und boten anschließend ihre Hilfe bei der Reparatur an. Während die Fahrzeuginsassen dadurch abgelenkt waren, stahl ein anderer unbekannter Täter diverse Gegenstände aus dem Fahrzeug. Am gleichen Tag verübten sie mit derselben Vorgehensweise einen weiteren Diebstahl bei der Autobahnraststätte Völlerndorf.

Die gleichen Täter werden auch verdächtigt, am 10. Oktober 2017 bei der Autobahnraststätte Steinhäusl einen weiteren Diebstahl mit der gleichen Vorgehensweise begangen zu haben. Bei den Opfern handelte es sich ausschließlich um asiatische Touristen. Am 4. November 2017, gegen 12.05 Uhr, lenkte ein vorerst unbekannter Täter ein Ehepaar aus dem Bezirk St. Pölten-Land auf dem Autobahnrastplatz Steinhäusl ab, indem er sie mit einer Landkarte nach dem Weg fragte. Gleichzeitig dürfte ein weiterer Täter die Handtasche samt Bargeld und Schmuck aus dem Fahrzeug des Ehepaares gestohlen haben.

Durch die Daten entstand ein Gesamtschaden in der Höhe eines fünfstelligen Eurobetrages. Bei den Erhebungen der Polizeibediensteten konnte das Kennzeichen des Fahrzeuges, mit dem die Verdächtigen unterwegs waren, ausgeforscht werden. Am 4. November 2017, gegen 16.50 Uhr, hielten Beamte der Autobahnpolizeiinspektion Villach auf der A 2, kurz vor dem Grenzübergang Arnoldstein einen Pkw zu einer Routinekontrolle an.

Aufgrund der Fahndung wurden die Insassen, drei algerische Staatsbürger im Alter von 37, 42 und 50 Jahren, vorläufig festgenommen. Dabei konnte auch ein Teil der Beute, ein vierstelliger Eurobetrag, sichergestellt werden. Der 37-Jährige und der 42-Jährige zeigten sich nur teilweise geständig. Der 50-jährige Beschuldigte war voll geständig. Die drei Beschuldigten wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten in die Justizanstalt eingeliefert.

Während der Ermittlungen konnte noch ein 47-jähriger algerischer Staatsbürger als weiterer Beschuldigter ausgeforscht werden. Er wurde der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt. "Ermittlungen zu möglichen ähnlich gelagerten Straftaten werden noch fortgeführt", heißt es von der Landespolizeidirektion Niederösterreich.

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