Florianis schmücken Mariensäule in Wolfsberg

Kaplan Christoph Kranicki, Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz und Feuerwehrkommandant Christoph Gerak (v. li.)
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petra.moerth@woche.at

WOLFSBERG. Alljährlich am 8. Dezember schmücken Feuerwehrangehörige im Beisein von Papst Franziskus die Marienstatue am Piazza di Spagna in Rom mit Blumengirlanden. Knapp dreihundert Jahre nach ihrer Einweihung richten sich zum Auftakt des Jubiläumsjahrs 2018 heuer zu Maria Empfängnis auch am Hohen Platz in Wolfsberg alle Augen auf die Mariensäule.

Die Veranstaltung:
Die feierliche Eröffnung des Jubiläumsjahres anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Mariensäule am Hohen Platz in Wolfsberg findet am 8. Dezember 2017 um 18 Uhr statt.
Wie in Rom am Piazza di Spagna setzt heuer erstmals die Freiwillige Feuerwehr (FF) Wolfsberg der Marienstatue am Hohen Platz in Wolfsberg einen Rosenkranz auf.
Der Dechant Engelbert Hofer und der Kaplan Christoph Kranicki von der Stadtpfarre Wolfsberg bitten die Besucher, eine Kerze zur Veranstaltung mitzunehmen – damit der ganze Hohe Platz mit Lichtern erfüllt wird.

Von der Pest verschont

Denn Gemeindefeuerwehrkommandant Christoph Gerak wird dem fünf Meter hohen Barockbauwerk mit seinen Kameraden mithilfe des 37-Meter-Teleskopmastes der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Wolfsberg einen Rosenkranz aufsetzen. Die von Bildhauer Simon Reischl geschaffene Mariensäule verdankt ihr Dasein inmitten des Zentrums der Lavanttaler Bezirkshauptstadt einem Wunder: Als die große Pestepidemie 1713 im Lavanttal wütete, taten die Bürger von Wolfsberg ein Gelübde und tatsächlich blieb die Stadt vom "Schwarzen Tod" verschont. Die Errichtung des im Volksmund auch "Pestsäule" genannten Bauwerkes gilt bis heute als Dank für die Hilfe der Gottesmutter gegen die Schrecken der Pestzeit.

"Die Mariensäule am Hohen Platz feiert Geburtstag. Was kann sie uns heute sagen? Wohl vor allem das Eine, dass wir unsere bewegte Zeit mit so vielen Problemen und Brüchen dem Guten Hirten und seiner Mutter anvertrauen."
Dechant Stadtpfarrer Engelbert Hofer

Ein Kranz aus Rosen

"Die Mariensäule am Hohen Platz feiert Geburtstag. Was kann sie uns heute sagen? Wohl vor allem das Eine, dass wir unsere bewegte Zeit mit so vielen Problemen und Brüchen dem Guten Hirten und seiner Mutter anvertrauen", teilt Dechant Stadtpfarrer Engelbert Hofer seine Gedanken. Den Auftrag zur Zusammenstellung des Rosenkranzes vergab die Stadtpfarre Wolfsberg an "Rosen Prinz".

Die Geschichte:
Der Bildhauer Simon Reischl schuf im Jahr 1718 die Mariensäule am Wolfsberger Hohen Platz. Das Material der Säule stammte aus dem Steinbruch St. Ulrich, die Grünschieferplatten für den Sockel kamen aus Klagenfurt.
Am Unterbau sind vier kleine Engel postiert, die nicht mehr lesbare Inschriften tragen. Die Ecken des Sockels dienen als Standplatz für die Statuen von Kaiser Heinrich II. und seiner Frau Kunigunde sowie der beiden Pestpatrone Sebastian und Rochus. Das Haupt der Maria ziert ein Reifen mit goldenen Sternen, in ihren Händen liegt eine goldene Lilie.
Die Geschichte des im Volksmund auch "Pestsäule" genannten Bauwerkes reicht laut Aufzeichnungen in das Jahr 1713 zurück. Damals wütete im gesamten Lavanttal eine große Pestepidemie – doch die Stadt Wolfsberg blieb vom "Schwarzen Tod" verschont. Zum Dank für dieses Wunder errichteten die Bürger die fünf Meter hohe Mariensäule.
Die vorletzte umfangreiche Renovierung erfolgte durch die Stadtgemeinde Wolfsberg in den Jahren 1980/81. Die jüngste Restaurierung fand dann im Jahr 2001 mit Kosten von rund 40.000 Euro statt.
Im Jubiläumsjahr "300 Jahre Mariensäule in Wolfsberg" sollen erneut Renovierungsarbeiten erfolgen. Sofern die Platzgestaltung am Hohen Platz auf 2018 vorgezogen werden kann, wird es zu abgestimmten Baumaßnahmen rund um die Säule kommen, welche bereits mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt wurden.

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