03.05.2016, 09:25 Uhr

Alkoholiker? Auch Familie braucht Hilfe

(Foto: Markus Bormann/Fotolia)
BEZIRK. Fast niemand ist davor gefeit, irgendwann in seinem Leben in den Alkoholismus abzuruschten. Sei es wegen privater oder beruflicher Probleme. Manche leiden auch unter schweren Krankheiten – eine solche ist allerdings auch der Alkoholismus. "Wird die Krankheit nicht zum Stillstand gebracht, kann sie in Wahnsinn oder Tod enden. Die einzige Methode, den Alkoholismus aufzuhalten, ist vollkommene Abstinenz. Alkoholismus ist eine lebenslange Erkrankung. Die meisten Fachleute stimmen darin überein, dass Alkoholiker sogar nach Jahren der Nüchternheit nie wieder kontrolliert trinken können", heißt es seitens der Familiengruppen-Interessengemeinschaft Al-Anon.

Für die Betroffenen selbst sind die "Anonymen Alkoholiker" zuständig, die sich bei sogenannten AA-Meetings regelmäßig treffen, und zwar jeden Dienstag um 19 Uhr in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, Krankenhausstrasse 2, in Freistadt statt. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage unter: www.anonyme-alkoholiker.at; oder unter 0664-2072020, täglich von 18 bis 21 Uhr.

Alkoholismus betrifft aber alle Angehörigen und kann Familien zerstören. Verwandte, Freunde und Kinder aus alkoholbelasteten Familien können Hilfe in den Al-Anon Familiengruppen finden. Die Al-Anon Familiengruppen sind eine weltweit anerkannte Hilfsquelle für Menschen, deren Leben durch das Trinken eines Anderen beeinträchtigt wurde. Kinder und Jugendliche nutzen diese Möglichkeit in Alateen. Durch die gegenseitige Hilfe (von Menschen die ebenfalls mit dem Problem Alkoholismus leben oder gelebt haben) lernen Angehörige, andere Wege zu gehen. Verwandte und Freunde lernen, dass keine Situation hoffnungslos ist – unabhängig davon, ob der Alkoholiker trinkt oder nicht.
Angehörige und Freunde können den Alkoholiker nicht „trockenlegen“. Durch Zuhören lernen Angehörige was sie nicht tun können und nicht tun sollen:
Einige Beispiele: kontrollieren, wie viel der Alkoholiker trinkt; nach versteckten Flaschen suchen; Alkohol ausschütten; der Alkoholiker wird immer Mittel und Wege finden, um sich neuen zu beschaffen; Nörgeln wegen des Trinkens.
Die Al-Anon Familiengruppe Freistadt trifft sich ebenfalls in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege , Krankenhausstr. 2, und zwar jeden 1. Dienstag im Monat um 19Uhr; Infos: /www.al-anon.at; Telefon: 0664 / 73 21 72 40
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