09.10.2016, 20:07 Uhr

Entscheidungswochenende bringt Platz zwei für Freistadt!

Nach dem 4:2 Sieg gegen Grieskirchen am Samstag unterliegen die Freistädter am Sonntag Urfahr nach hartem Kampf mit 2:4

Am Samstag trafen die Freistädter im Heimspiel auf Grieskirchen.
Es entwickelte sich von Beginn an eine spannende Partie, bei der die Grieskirchner in den ersten beiden Sätzen zum Schluss knapp die Nase vorne haben.
Nach dem 0:2 Satzrückstand erfing sich Freistadt aber und konnte nach einem knappen 11:9 zum 1:2 in Sätzen aufschließen.
Auch die folgenden Sätze spielten die Mannschaften auf Augenhöhe. Eine nun konzentrierter agierende Freistädter Mannschaft und das nahezu perfekte Zuspiel brachten Angreifer Jean Andrioli immer wieder in tolle Ausganspositionen. Die Sätze vier und fünf gingen klar an Freistadt.
Beim Stand von 3:2 für die Heimmannschaft bäumten sich die Grieskirchner noch einmal auf und konnten bis auf 10:9 herankommen. Freistadt zeigte sich aber in dieser Situation nervenstark und punktete beim zweiten Matchball zum Satz- und Spielgewinn.

"Klasse, dass sich meine Mannschaft heute nach einem 0:2 Satzrückstand noch selbst auf der Misere gezogen hat. Den Beginn haben wir, wie so oft in dieser Herbstsaison, komplett verschlafen, aber durch eine Leistungssteigerung auf allen Positionen haben wir schlussendlich verdient mit 4:2 gewonnen", resümiert Trainer Andreas Woitsch.


Im Sonntagsspiel traf Freistadt auf die ebenfalls noch ungeschlagenen Urfahraner.
Im ersten Satz musste man von Beginn an einem Rückstand nachlaufen, den man aber zum Ende mit viel Kampfgeist wettmachen konnte. Nach einem vergebenen Satzball musste man diesen Satz aber mit 11:13 an Urfahr abgeben.
Satz Nummer 2 war dann eine klare Angelegenheit für Freistadt. Viele Eigenfehler auf Seiten von Urfahr brachte Freistadt rasch in Führung und diese wurde von Andrioli & Co bis zum Satzende gut verwaltet.
Der dritte Satz zeigte dann, dass es an diesem Tag eine bessere Feldhälfte gab. Mit dem Wind im Rücken konnte Urfahr-Angreifer Patrick Piermann immer wieder sehenswerte Punkte über die Seite und an die Grundlinie setzen. Die Freistädter konnten zu diesem Zeitpunkt aufgrund individueller Fehler nicht mithalten und verloren diesen Satz mit 5:11.
Im vierten Satz zeigte sich wieder ein gegenteiliges Bild. Die Freistädter, nun mit dem Wind im Rücken, ließen den Urfahranern keine Chance und glichen in Sätzen zum 2:2 aus.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Urfahr, nach einer anfänglichen V-Aufstellung, wieder auf die traditionelle U-Formation mit Routinier Sigi Simon gewechselt, was sich im weiteren Verlauf noch als entscheidend herausstellen sollte.
Nach einer zehnminütigen Pause und dem Wechsel auf Trockenbälle startete der fünfte Satz.

Freistadt konnte einen 0:5 Rückstand aufholen und spielte zu diesem Zeitpunkt sehenswerten Faustball.
Nach zwei vergebenen Satzbällen der Freistädter ging Urfahr nach einem kurz-gespielten Service mit 14:15 wieder mit 3:2 in Führung.
Im sechsten Satz konnten Jean Andrioli und seine Mannschaft dann dem Druck von Patrick Piermann und der Defensive, rund um Sigi Simon, nicht mehr standhalten. Von einem schnellen 1:6 Rückstand konnten man sich nicht mehr erholen und verlor am Ende zwar knapp, aber verdient mit 2:4.


"Die Partie hätte natürlich auch anders ausgehen können. Wir hatten in den knappen Sätzen immer auch Satzbälle und hätten so den Druck auf Patrick erhöhen können. Leider konnten wir heute in den entscheidenden Situationen den Punkt nicht machen beziehungsweise die Schläge von Patrick entschärfen.
Aber wie sagt man so schön:" Hätte, hätte, Fahrradkette." Natürlich schmerzt die Niederlage, aber nach unserer großen Personalnot und der Verletzung von Pedro müssen wir mit dem zweiten Platz in der Herbstsaison mehr als zufrieden sein, und wer weiß, vielleicht passiert ja noch was an der Spitze", sagt Abwehrmann Michael Kreil.

Und er hat recht! Es könnte wirklich noch etwas passieren an der Spitze. Die Freistädter sowie die Urfahraner haben nächste Woche noch eine Nachtragsrunde. Freistadt hat mit Wels sicher das leichtere Los und Urfahrgegner Vöcklabruck hat in dieser Saison schon bewiesen, dass sie mit den großen Vereinen mithalten und gewinnen können.

Alles in allem können die Freistädter aber mit der Saisonleistung auch jetzt schon zufrieden sein und konzentrieren sich nach der letzen Runde, die kommende Woche stattfinden wird, bereits voll auf die Halle, in der Freistadt heuer erstmalig beim Europapokal teilnehmen wird.

Foto: Stefan Gusenleitner
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