16.06.2016, 15:00 Uhr

AKNÖ Präsident Markus Wieser zu Gast bei Leyrer + Graf

Georg Köck (Betriebsratsvorsitzender Angestellte Leyrer + Graf), Karl Votava (Zentralbetriebsratsvorsitzender Leyrer + Graf) , BM Stefan Graf (Geschäftsführender Gesellschafter, CEO Leyrer + Graf), Markus Wieser (Präsident Arbeiterkammer NÖ), Andreas Hitz (ÖGB Regional Sekretär) und Michael Preissl (Bezirksstellenleiter Arbeiterkammer Gmünd). (Foto: privat)
GMÜND. Im Rahmen seiner Waldviertel-Tour besuchte der Präsident der Arbeiterkammer NÖ und Vorsitzender des ÖGB Niederösterreich Markus Wieser das Vorzeigebauunternehmen Leyrer + Graf und diskutierte mit Firmenchef BM Dipl.-Ing. Stefan Graf über die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation sowie anstehende Herausforderungen in der Baubranche, wie das Vergabewesen, Billigarbeitskräften aus dem Osten, den Rückgang der österr. Bauproduktion, den sozialen Wohnbau im Zusammenhang mit der (nicht zweckgebundenen) Wohnbauförderung und ganz generell Maßnahmen, die einen Weg aus dem derzeitigen Stillstand im Land ebnen würden.

Nach einer allgemeinen Firmenvorstellung mit ausgewählten Referenzprojekten durch Stefan Graf, zeigte sich Markus Wieser sehr beeindruckt über das breite Leistungsspektrum des Baupioniers und betonte auch, dass man vieles kennt, was von Leyrer + Graf gebaut wurde bzw. wird, wie z.B. das G3 Shopping Resort Gerasdorf, den Bahnorama-Aussichtsturm am Hauptbahnhof Wien, das Solefelsenbad in Gmünd und die aktuellen Großprojekte Austria Campus Wien bzw. die Umfahrung Zwettl, die jeweils in einer ARGE abgewickelt werden.

Der AK-Präsident thematisierte auch die im viel diskutierten Bestbieter-Prinzip enthaltenen sozialen Kriterien als Qualitätsmerkmale, wie z.B. der Anteil an Mitarbeitern über 50 Jahren oder einer Betriebszugehörigkeit über mind. 5 Jahren.

„Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir eine sehr geringe Fluktuation haben und darüber hinaus einen sehr hohen Anteil an Mitarbeitern über 50 Jahren. Bei unserer jährlichen Mitarbeiterehrung haben wir einen großen Anteil an 30-jährigen Firmenzugehörigkeitsjubiläen und immer wieder 40-Jahr Jubilare, auf die wir sehr stolz sind“, so Stefan Graf.

Graf weiter: „Ich halte trotzdem wenig von Vorgaben oder Quoten, wie alt jemand sein soll oder welches Geschlecht jemand haben soll, denn mich interessiert immer der Mensch und dessen Persönlichkeit. Wichtig ist, dass diese Person mit ihren Wertvorstellungen zu unserem Unternehmen passt und sich voll und ganz mit dem Unternehmen identifizieren kann.“

Markus Wieser betonte, dass in NÖ die Sozialpartnerschaft deshalb gut funktioniert, weil miteinander gesprochen werde und dies der einzige Lösungsansatz sei, um gemeinsam Strukturen zu schaffen, die auch das System unterstützen. "Niederösterreich ist hier Vorreiter für ganz Österreich", so Wieser. „Und genau darum gehe es auch, denn in einer Gesellschaft, egal ob Bund, Land oder ein Unternehmen, es brauche überall klare Prinzipien und Regelungen, die Transparenz und Orientierung schaffen würden“, ist Stefan Graf überzeugt.

Im Anschluss an das anregende Gespräch vollzog Markus Wieser noch einen Baustellenbesuch direkt am Werksgelände, da aktuell bei Leyrer + Graf die Werkstätte erweitert wird. Ebenfalls stattete er den Leyrer + Graf Lehrlingen einen Besuch ab, die derzeit für die Teilnahme am Lehrlingswettbewerb trainieren.
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