05.04.2016, 10:12 Uhr

Hundekot auf Feldern ist kein Kavaliersdelikt

Hunde sollen immer an der Leine geführt werden und auf den Wegen bleiben. (Foto: MEV)

Bezirksbauernobmann Thomas Schweigl richtet Appell an Hundebesitzer: „Haltet Felder und Wiesen rein!“

Es ist ein wiederkehrendes Problem. Im gesamten Bezirk kämpfen viele Bauern gegen den Hundekot auf ihren Feldern. „Hundekot ist weder Mist noch Dünger, sondern gefährlich für unsere Tiere“, unterstreicht Bezirksbauernobmann Thomas Schweigl. Besonders in den stadtnahen Gemeinden ist durch die Zunahme der Hundehalter das Problem eklatant.

„Viele Hundebesitzer handeln vorbildlich und sammeln mit den von den Gemeinden ausgegebenen Gassi-Säcken den Kot ein, um ihn ordentlich zu entsorgen. Es gibt aber immer wieder negative Ausnahmen. Die Hundehalter wissen gar nicht, welchen Schaden sie damit auf den Feldern der Bauern anrichten“, so Schweigl. In der Erntezeit verschärft sich die Situation. Schweigl gibt zu bedenken: „Die Felder und Wiesen sind keine bunte Spielwiese für die Hunde. Hier werden Lebensmittel produziert. Kommt Hundekot ins Futter, fressen die Tiere das Gras nicht mehr. Es können sogar verschiedenste Krankheiten übertragen werden und im schlimmsten Fall kann es zu Totgeburten bei Rindern aller Altersklassen kommen.“

Oft werde er darauf hingewiesen, dass Hundekot ja gleich wie Mist sei. „Das ist ein fataler Irrtum. Auch wenn die Bauern gerade im Frühjahr ihre Felder oft intensiv düngen: Hundekot ist kein Mist, sondern verätzt die Grünflächen“, so Schweigl. Beim Mist aus der Landwirtschaft spricht er von einer natürlichen Düngung im Sinne einer nachhaltigen und ökologischen Kreislaufwirtschaft. Der Dünger wurde gelagert und verliert damit an ätzenden Stoffen und ist durch die Ausbringung die Basis für das Wachstum.
„Man muss nur an den eigenen Garten oder an öffentliche Spielplätze und Grünflächen denken. Dort soll auch alles sauber sein und jeder kleinste Dreck ist ein Dorn im Auge. Das will man weder Erwachsenen noch Kindern zumuten. Die Hundebesitzer haben es in der Hand“, unterstreicht der Bauernvertreter.
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