26.06.2016, 19:22 Uhr

Buchpräsentation über Kirchenbau

Alle, die zur Verwirklichung des Buches beitrugen, v.l.: Fotograf Rupert Larl, Grafiker Stefan Pucher, Planzeichner Martin Moser und Klaus Lechner (aus dem Bauamt der Diözese), die Herausgeber und Autoren Martin Kapferer und Rudolf Silberberger und Gottfried Kompatscher (Tyrolia Verlag).

Am 23. Juni wurde in der Pfarrkirche Kranebitten "Kirchenbau in der Diözese Innsbruck" vorgestellt.

KRANEBITTEN (sara). Ein Buch mit 12 Beispielen, in chronologischer Reihenfolge, das die Veränderung des Kirchenbaus deutlich abzeichnet und somit auch die Veränderung der kirchlichen Gemeinschaft. Auch Jakob Bürgler hat die Zeichen der Zeit gedeutet und in seiner Rede, stellvertretend vorgetragen von Finanzkammerdirektor Markus Köck, weil er wegen eines Radunfalls absagen musste, Egon Kapellari zitiert: "Wenn aber in der Kirche der Brunnen der Ästhetik und der von ihr genährten Phantasie vertrocknet, dann drohen auch die ethischen Energien sich zu mindern oder ideologisch missbraucht zu werden." Saß man früher noch wie ein Block zum Altar gerichtet in einer Wegkirche, ist dieser nun zentraler ausgerichtet und man sitzt als Gläubiger so, dass man auch die Gemeinschaft sehen kann, also kreisförmig, die Kirche wurde mehr und mehr ein Ort des Miteinander. Durch neue, harmonische Architektur ist man nicht mehr nur mit Gott, sondern auch untereinander verbunden, da die Anordnung viel Bewegung in die Bauten bringt. Neue Materialien und Formen geben den Kirchen von heute eine lockere, helle Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt. "Wir brauchen die Schönheit, weil sie die Freude in das Herz der Menschen legt", meinte Jakob Bürgler in seiner Rede, vorgetragen von Markus Köck.
Die Idee zum Buch kam eigentlich durch ein Fotoprojekt, auf das die Überlegung folgte: Was tun mit den tollen Bildern? Die glorreiche Idee kam prompt und so entstandt das Buch "Kirchenbau in der Diözese Innsbruck von 1958 bis heute. Zwölf Beispiele". Wieso 12? Da die Macher des Buches keinen Anspruch auf Vollständigkeit hatten, sondern einen Bogen zwischen zeitlicher Ebene und räumlicher Ausdehnung der Diözese spannen wollten, nahmen sie die 12 mit ihrer hohen biblischen Bedeutung. Strukturiert ist das Buch sehr klar, jede Baute ist mit einem Text von Martin Kapferer sowie Rudolf Silberberger, einem Bild, fotografiert von Rupert Larl und einer Planzeichnung von Martin Moser versehen, vorher geben die Herausgeber Auskunft über Entstehung des Buches und der Kunsthistoriker Paul Naredi-Rainer und Bischof Manfred Scheuer beleuchten den Sakralbau aus ihren Blickwinkeln.
Der Präsentation des Buches wohnten trotz der hohen Temperaturen viele Interessierte bei, Saxofemmes+ sorgten für Unterhaltung und anschließend gab es für alle Brot und Wein im kühleren Untergeschoss.
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