22.09.2016, 07:00 Uhr

"Ich war wirklich sehr zornig"

Beim Löwenhaus bleibt das Einstiegsverbot mit dem Rad weiter bestehen. (Foto: Gstraunthaler)

Fünf Wochen hat das Downhillverbot in der Hungerburgbahn gedauert, heute sieht man die Lage entspannter.

IBK. Vor einem knappen Jahr – im November 2015 – gingen die Wogen hoch: In der Hungerburgbahn wurde ein Downhillverbot verhängt. "Ich war wirklich sehr zornig", erklärt Thomas Schroll, Geschäftsführer der Hungerburgbahn, heute; "Seit über sieben Jahren suche ich um einen Abwaschplatz in der Stadt an. Ich wollte nur, dass die Biker die Möglichkeit haben, ihre Räder zu waschen." Als letztes Druckmittel ist ihm das Verbot übriggeblieben. Die Stadt hat indessen sofort reagiert: "Innerhalb kurzer Zeit gab es dann eine Einigung. Der Abwaschplatz wird im Frühjahr beim Löwenhaus gebaut. Wenn die Downhiller dann die letzten Meter bis zum Congress fahren, sind die Räder auch trocken", erklärt er – denn das war eines der Hauptprobleme: die dreckigen Räder in der Bahn.


Entspannung

Heute ist man mit der aktuellen Situation zufrieden: Einsteigen ist bei den Haltestellen Congress und Hungerburg erlaubt. Für Schroll ist das die beste Lösung: "Bei den Zwischenstationen ist der Zustieg unmöglich geworden. Vor allem beim Alpenzoo haben sich Familien aufgeregt: Sie sind mit den Kinderwagen zugestiegen, worauf sich Radfahrer auch noch in die Bahn gedrängt haben. Es gab ein ewiges Hin und Her. Jetzt ist das geregelt. Aussteigen dürfen die Biker bei den Zwischenstopps natürlich schon, damit machen sie ja Platz in der Bahn."
Schroll weist auch darauf hin, dass es nun viel übersichtlicher und organisierter geworden ist: "Beim Congress kann man die ganze Sache gut organisieren. Wir haben Schilder aufgestellt, die letzte Kabine ist zum Einstieg mit den Rädern gedacht und alles ist sauber gekennzeichnet." Die Hungerburgbahn investiert um die 15.000 Euro in den Abwaschplatz, der am Grund der IIG (Innsbrucker Immobiliengesellschaft) gebaut wird. Mit dem Abwaschplatz, der bis April beim Löwenhaus entsteht, ist das Verbot vom Vorjahr für die Zukunft vom Tisch. Wie Schroll sagt: "Auch die Gäste scheinen mit dieser Lösung zufrieden zu sein".
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