08.03.2016, 09:09 Uhr

"Ja, Verunsicherung ist da"

In Innsbruck gibt es zirka 700 BUWOG-Wohnungen, die wieder verkauft werden. Die Stadt ist in Gesprächen.

Auch in Innsbruck stehen die BUWOG-Wohnungen zum Verkauf: Betroffen sind zirka 700 Wohnungen.

Zirka 700 Wohnungen – in der Reichenau, Pradl, Wilten, Höttinger Au und Hötting West (Peerhof) – sind von dem neuerlichen Verkauf der Bundeswohnungsanstalt (BUWOG) in Innsbruck betroffen. Einzelne Mieter kauften schon vor 12 Jahren – bei der Privatisierung durch die Schwarz-Blaue-Regierung – ihre Mietwohnungen auf. Die, die es nicht taten, sind heute verunsichert. Eine langjährige Bewohnerin erzählt dem STADTBLATT gegenüber: "Wir haben uns damals die Wohnung gekauft, die meisten sind jedoch noch immer Mieter. Es ist schon tragisch, informiert werden wir auch nur durch die Medien." Thomas Brey spricht im Namen der BUWOG und sieht die Sache weniger drastisch: "Im Mietgesetz ist alles zu 100 Prozent festgelegt, die Mieter müssen nicht verunsichert sein, es wird sich für sie nichts spürbar ändern." Von einem Verkauf wären die Mieter insofern beeinflusst, als dass sich die Hausverwaltung ändern könnte.

Stadt verhandelt

Im Gespräch für den Millionendeal ist die Stadt Innsbruck. Man geht davon aus, dass innerhalb von sechs Monaten ein Geschäft zustande kommt. Hier geht es nicht nur um Wohnungen in Innsbruck, sondern im Gesamttiroler Bereich: insgesamt 1.300 Stück.
Die SPÖ hat indessen eine Sprechstunde (Landessekretariat der Tiroler Mietervereinigung in der Adamgasse 9; T: 0512/58 24 31) für verunsicherte Mieter eingerichtet. Stadtparteichef Helmut Buchacher dazu: "Viele Mieter fragen sich, was mit ihnen passiert, ob sie ein Vorkaufsrecht haben, ob der Mietvertrag gültig ist, wann saniert und renoviert wird. Wir wollen gemeinsam mit der Mietervereinigung das Informationsmanko ausgleichen." In internen Kreisen schätzt man, dass die Stadt gute Karten für diesen Deal hat, denn es wird nicht viele Private geben, die dieses Geld aufbringen können.
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