20.07.2016, 03:00 Uhr

Franz Till macht Handwerk für die Füße

"Handgefertigte Schuhe kann keine Maschine auf der Welt herstellen", ist Franz Till von der Zukunft seines Metiers überzeugt.
In seinem Metier ist Franz Till ein Spätberufener. Aus seinem ursprünglichen Beruf als Hafner hat er erst im Alter von 28 Jahren zum Schuhmacher umgesattelt. Seine Lehrzeit hat er in Hartberg absolviert.

Seit dem Jahr 2000 ist Till selbstständig. "Orthopädieschuhe, Maßschuhe, Schuhreparaturen, Einlagenversorgung", zählt er die Zweige seiner Werkstatt auf, die er vor elf Jahren von Oberdrosen nach Jennersdorf übersiedelt hat.

Till beschäftigt zwei Schuhmacher und zwei Kräfte für den Verkauf. Mit der Krankenkasse hat er Verträge, die die Basis für ärztlich verordnete Orthopädieschuhe bilden.

Fingerspitzengefühl

Sein Beruf vereint viele Voraussetzungen. "Man braucht Fingerspitzengefühl, handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen", weiß Till. Schließlich gilt es, aus einer zweidimensionalen Schuh-Skizze einen dreidimensionalen Leisten anzufertigen.

Das alte Handwerk des Schuhmachers werde sich auch der Zukunft behaupten, ist Till überzeugt. "Individuell an den Fuß angepasste Schuhe lassen sich einfach nicht maschinell herstellen. Das geht nur mit Handarbeit. Und der Bedarf der Kunden ist einfach da."

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